Polizei ordnet nach Busunfall technisches Gutachten an

Die Ermittlungen zur Ursache des tödlichen Unfalls eines Reisecars auf der A2 im Tessin laufen auf Hochtouren. Der Fahrer konnte noch nicht befragt werden.

Auf der A2 im Tessin ist ein Reisecar verunfallt. (Video: SDA/Tamedia)

Nach dem Unfall eines Kölner Reisebusses auf der Autobahn A2 bei Sigirino TI am Sonntagmorgen laufen die Ermittlungen zur Unfallursache. Die Polizei hat ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben.

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Die Tessiner Kantonspolizei habe noch keine Erkenntnisse, warum der Bus gegen den Pfosten einer Verkehrsschildanlage prallte, sagte ein Polizeisprecher am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Fahrer habe noch nicht befragt werden können.

Er gehört zu den beiden Schwerverletzten. Weitere acht Personen lagen zunächst mit mittelschweren Verletzungen im Krankenhaus. Viele von ihnen könnten aber schon am Montag zusammen mit den Unverletzten die Heimreise antreten. Der grösste Teil der Gruppe sollte mit der Bahn zurückreisen, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA. Er übernahm für das betroffene Bus-Unternehmen die Notfall-Koordination.

Wallfahrt nach Assisi

Der Unfall passierte am Sonntagmorgen wenige Kilometer nördlich von Lugano vor dem Ceneri-Tunnel. Der Bus prallte auf einen Pfosten. Die Fahrerkabine wurde dadurch aufgerissen und völlig zerstört.

Von den insgesamt 25 Personen im Bus blieben nur zehn unverletzt. Eine 27-jährige Frau aus Deutschland starb. Bei den Passagieren handelte es sich laut Polizei vor allem um eine Gruppe junger Leute, die meisten 16 bis 23 Jahre alt.

Die Jugendlichen besuchen ein Gymnasium in Brühl bei Köln oder stammen aus den Pfarreien des katholischen Kirchgemeindeverbands Kreuz-Köln-Nord, wie der Verband auf seiner Website schreibt.

Das Todesopfer habe die Gruppe, die auf dem Weg zu einer Fusswallfahrt nach Assisi unterwegs war, begleitet und die Wallfahrt «mit ihrer Ausstrahlung und ihrem sonnigen Gemüt» unterstützt. Zwar sei nach dem Unfall sofort Hilfe zur Stelle gewesen, diese sei für die 27-Jährige aber zu spät gekommen.

sep/sda

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