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Ölpest vor Rio – Chevron übernimmt «volle Verantwortung»

Seit über einer Woche tritt Erdöl aus einem Bohrloch vor der Küste Brasiliens aus. Es handle sich um einen 400 Meter langen Riss. Der zuständige Ölkonzern Chevron steht unter Druck.

Umweltverschmutzung vor Rio: Eine Luftaufnahme zeigt das Ausmass des Ölteppichs. (21. November 2011)
Umweltverschmutzung vor Rio: Eine Luftaufnahme zeigt das Ausmass des Ölteppichs. (21. November 2011)
Keystone
Unterwasseraufnahmen zeigen, wie das Öl austritt.
Unterwasseraufnahmen zeigen, wie das Öl austritt.
Keystone
Das betroffene Bohrloch von Chevron befindet sich nahe dem Ölfeld Campo Frade 370 Kilometer vor der brasilianischen Küste.
Das betroffene Bohrloch von Chevron befindet sich nahe dem Ölfeld Campo Frade 370 Kilometer vor der brasilianischen Küste.
Keystone
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Der US-Ölkonzern Chevron hat die «volle Verantwortung» für die Ölpest vor der Küste Brasiliens übernommen. Wie der Chef des brasilianischen Chevron-Ablegers, George Buck, am Sonntag (Ortszeit) mitteilte, war bei einer Bohrung vor der Küste des Bundesstaates Rio de Janeiro unerwartet starker Druck aufgetreten. Dadurch seien Risse am Bohrloch entstanden und Öl ins Meer gelaufen. Chevron versprach eine «vollständige Untersuchung», um die genaue Ursache des Unfalls herauszufinden.

Der Austritt des Öls war am 9. November entdeckt worden. Das betroffene Bohrloch von Chevron befindet sich nahe dem Ölfeld Campo Frade 370 Kilometer vor der brasilianischen Küste.

Über die Menge des ausgetretenen Öls gibt es höchst unterschiedliche Angaben. Chevron verwies am Sonntag lediglich auf Daten der brasilianischen Ölbehörde, wonach seit dem Unfall insgesamt 5000 bis 8000 Barrel Öl ins Meer geflossen sind. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte dagegen, dass die Ausmasse des Ölteppichs auf Satellitenbildern nahelegten, dass während des Unfalls täglich rund 3700 Barrel ausgetreten seien.

Nach Angaben von Chevron läuft inzwischen vermutlich kein Öl mehr aus. Dem widersprachen am Sonntag aber die brasilianischen Behörden. Das Leck sei noch nicht vollständig gestoppt, erklärte die Ölbehörde. Die Nachrichten-Website G1 berichtete unter Berufung auf Daten der Marine, der Riss am Bohrloch sei am Sonntagmorgen noch 400 Meter lang gewesen.

AFP/jak

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