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Ölkatastrophe bedroht Galápagos-Inseln

Rund 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors lief ein Frachter auf Grund. Zwar konnten 72'000 Liter Treibstoff abgepumpt werden. Doch hochgiftiges Motorenöl bedroht noch immer das Unesco-Weltnaturerbe.

Mit tausend Tonnen Ladung auf Grund gelaufen: Frachter Galapaface I. (15. Mai 2014)
Mit tausend Tonnen Ladung auf Grund gelaufen: Frachter Galapaface I. (15. Mai 2014)

Ein auf Grund gelaufenes Schiff bedroht das einzigartige Ökosystem der Galápagos-Inseln. Ecuadors Umweltministerin Lorena Tapia rief am Donnerstag den Umwelt-Notstand für die Inselgruppe im Pazifischen Ozean aus, die für ihre Tier- und Pflanzenwelt weltberühmt ist. Der Galápagos-Nationalpark warnte vor möglichen Umweltschäden, «die eine Katastrophe auslösen könnten».

Am Freitag vergangener Woche war vor der Insel San Cristobál der Frachter Galapaface I mit tausend Tonnen Ladung auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Rund 72'000 Liter Treibstoff wurden bereits abgepumpt, in dem Schiff befindet sich aber unter anderem noch hochgiftiges Motoröl.

Die Galápagos-Inseln liegen rund tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors und gehören zum Weltnaturerbe der Unesco. Der Archipel verfügt über eine weltweit einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna. Der britische Biologe Charles Darwin gründete seine Evolutionstheorie unter anderem auf seine Beobachtungen auf den Galápagos-Inseln im Jahr 1835.

Im Jahr 2001 war der mit Öl beladene Tanker Jessica ebenfalls vor der Insel San Cristobál verunglückt und hatte eine schwere Ölkatastrophe ausgelöst. In der Region lebt unter anderem eine grosse Seelöwen-Population.

AFP/chk

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