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Neues Beben erschreckt Bewohner von Amatrice

Noch immer leben in Mittelitalien Hunderte Menschen in Zeltlagern. Heute wurden sie erneut aus dem Schlaf gerüttelt.

Die Bewohner wollen das Dorf nicht verlassen: Kinder vor einem provisorischen Schulhaus in Amatrice. (13. September 2016)
Die Bewohner wollen das Dorf nicht verlassen: Kinder vor einem provisorischen Schulhaus in Amatrice. (13. September 2016)
Keystone

Das von einem schweren Erdbeben im August zerstörte Gebiet zwischen den mittelitalienischen Regionen Latium und Marken kommt nicht zur Ruhe. In der Nacht auf Dienstag wurde ein Erdstoss der Stärke 4,1 registriert.

Das Epizentrum lag zwischen den Gemeinden Amatrice und Accumoli, die beim Erdbeben im August mit insgesamt 297 Todesopfern zerstört worden waren. Weitere Nachbeben mit Stärke 3,2 und 3,4 folgten, berichtete das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie.

Die Naturkatastrophe in Bildern:

Amatrice neun Tage nach dem Erdbeben: Ein sichtlich gerührter Feuerwehrmann posiert mit dem geretteten Romeo. (2. September 2016)
Amatrice neun Tage nach dem Erdbeben: Ein sichtlich gerührter Feuerwehrmann posiert mit dem geretteten Romeo. (2. September 2016)
Alessandro Di Meo (AP), Keystone
Bei einigen kleineren Dörfern ist noch nicht klar, ob sie überhaupt wieder aufgebaut werden: Rettungskräfte in Amatrice. (29. August 2016)
Bei einigen kleineren Dörfern ist noch nicht klar, ob sie überhaupt wieder aufgebaut werden: Rettungskräfte in Amatrice. (29. August 2016)
Massimo Percossi, Keystone
Er bat um Hilfe und um schweres Gerät, um die von Schutt übersäten Strassen räumen und zu Verletzten vorstossen zu können.
Er bat um Hilfe und um schweres Gerät, um die von Schutt übersäten Strassen räumen und zu Verletzten vorstossen zu können.
Twitter / Alejandro Alvarez
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Die neuen Erdstösse lösten Angst unter den Obdachlosen in Amatrice aus. 850 Menschen leben noch in Zeltlagern, die ab dem kommenden Freitag abgebaut werden sollen. Denn wegen des zunehmend schlechten Wetters sollen demnächst keine Menschen mehr in Zeltlagern übernachten, berichtete der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi.

«Besser in Wäldern leben»

Hunderte Einwohner der Gemeinde Amatrice wollen aber ihr Dorf nicht verlassen. «Besser in den Wäldern zu leben, als unsere Landwirtschaftsunternehmen zu verlassen», betonten mehrere Familien, die in Campern und Wohnmobilen übernachten.

Einige Familien richteten auch selber Zeltlager ein. Sie fürchten die Kälte und den Regen nicht. Insgesamt 249 Personen, die bisher in den Notlagern in Amatrice untergebracht waren, erklärten sich aber bereit, in Hotels zu ziehen, bis im Frühjahr Bungalows aufgebaut worden sind.

SDA/woz

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