Nebel, Schnee, Regen und Hitze zum Jahreswechsel

Freie Sicht aufs Feuerwerk? So wird das Wetter zu Silvester in der Schweiz und weltweit.

Hitze, Überschwemmungen und Schneestürme: Weltweit zeigt sich das Wetter gegen das Jahresende von seiner extremen Seite. Video: Tamedia/Storyful

In der Schweiz dominieren an Silvester im Norden Wolken und Nebel, die Feuerwerke sollten aber grösstenteils sichtbar sein, meldet MeteoNews. In den Ostalpen sind am Vormittag auch Niederschläge möglich. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 600 und 800 Metern, die Temperaturen bei 2 bis 4 Grad. In den tiefsten Lagen besteht Glättegefahr.

Im Westen und in der Romandie sind die Chancen auf Sonne grösser, besonders im Wallis und im Tessin. An Neujahr gibt es im Flachland Nebel und Hochnebel mit 1 bis 3 Grad. In den Bergen wird es sonnig und deutlich milder. Im Wallis und Tessin startet das neue Jahr nach einer oftmals klaren Nacht unverändert mit viel Sonnenschein.

So wird der Jahreswechsel weltweit

Weltweit setzt extremes Wetter den Menschen zu. Verkehrschaos und zahlreiche Unglücksfälle sind die Folge. Von Schnee und Regen bis zur Hitzewelle ist alles vertreten:

Australien steuert mit einer Rekord-Hitzewelle und Temperaturen über 40 Grad Celsius auf Silvester zu. Nach Angaben des australischen Wetterdienstes vom Samstag soll es in den ersten drei Monaten des neuen Jahres weiter ungewöhnlich heiss bleiben. Im Schnitt liegen die Temperaturen demnach 10 bis 14 Grad über dem Normalwert für diese Jahreszeit. Grund für die andauernde Hitze sei ein Hochdruckgebiet über der Tasmansee zwischen Australien und Neuseeland, sagte die Meteorologin Sarah Fitton. Die Hitzewelle begann zu Weihnachten. Bislang war 2017 das drittheisseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Den Klimabericht für 2018 veröffentlicht Australiens Wetterdienst erst im Januar.

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In den USA erleben die Menschen heftige Schneestürme im Mittleren Westen sowie starke Regenfällen und Überschwemmungen im Süden und Osten. In Nord- und Süddakota, Nebraska und Minnesota fielen gut 30 Zentimeter Schnee bis zum Freitagmorgen (Ortszeit). In den südlichen Staaten Louisiana und Mississippi kamen rund 280 Millimeter Regen vom Himmel. Im östlichen Mississippi gab es Überschwemmungen. Mindestens sechs Menschen starben im Land in Verbindung mit den extremen Wetterbedingungen.

In den östlichen Philippinen sind nach heftigen Regenfällen mindestens vier Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen, während ein Erdbeben den Süden erschütterte. Bei den Unwetter-Opfern handele es sich um einen dreijährigen Jungen und seine Eltern in der Provinz Albay sowie um eine 91-Jährige in der Provinz Sorsogon, teilten Polizei und Katastrophenschutz am Samstag mit. Sie alle waren in ihren Häusern von den Lawinen überrascht worden. Auslöser für den Regen war demnach ein tropisches Tiefdruckgebiet.

In Indien hat die Armee mehr als 2500 bei heftigen Schneefällen auf einer Fernstrasse festsitzende Menschen gerettet. Die Reisenden hätten in rund 400 Autos nahe dem Gebirgspass Nathula an der Grenze zum Autonomen Gebiet Tibet festgesessen, teilte die Armee am Samstag mit. Medienberichten zufolge wurden die Geretteten zunächst in Kasernen untergebracht und versorgt. Von dort sollen sie in die Hauptstadt des nordindischen Bundesstaats Sikkim, Gangtok, gebracht werden. Die Armee räumte unterdessen den Schnee, um die abgeschnittene Strasse wieder zugänglich zu machen. Laut dem Wetterdienst soll das kalte Wetter im Norden, in der Mitte und im Osten Indiens auch in der kommenden Woche andauern.

In Japan warnte der Wetterdienst laut der Nachrichtenagentur Kyodo vor möglichen Schneestürmen und Störungen im Strassenverkehr zum Jahreswechsel. Bis zum Samstagmorgen sollten in der Region Hokuriku im Zentrum Japans bis zu 80 Zentimeter Schnee fallen sowie 70 Zentimeter im Nordosten in Tohoku. Auch am Sonntag sollte es demnach weiter schneien. Premierminister Shinzo Abe mahnte Regierungsbehörden zu besonderer Aufmerksamkeit, um bei etwaigen Naturkatastrophen oder anderen Notfällen gewappnet zu sein.

ij/sda

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