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Nachbeben lässt übrig gebliebene Häuser einstürzen

Nach dem schweren Erdbeben vom Dienstag stand in der pakistanischen Katastrophenregion ohnehin kaum noch ein Haus. Ein Nachbeben hat die Bewohner von Arawan nun erneut in Panik versetzt.

Versucht sein Haus wiederaufzubauen: Ein Pakistaner im Bezirk Awaran. (25. September 2013)
Versucht sein Haus wiederaufzubauen: Ein Pakistaner im Bezirk Awaran. (25. September 2013)
AFP
Die Versorgung im abgelegenen Gebiet ist schwierig.
Die Versorgung im abgelegenen Gebiet ist schwierig.
AFP
Bereits im April hatte es ein starkes Erdbeben in Pakistan gegeben: Ein Überlebender trinkt vor seinem Haus in der südwestlichen Balutschistan-Provinz Tee. (25. September 2013)
Bereits im April hatte es ein starkes Erdbeben in Pakistan gegeben: Ein Überlebender trinkt vor seinem Haus in der südwestlichen Balutschistan-Provinz Tee. (25. September 2013)
Sallah Jan, Reuters
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Wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Südwesten Pakistans hat ein weiterer schwerer Erdstoss die Region erschüttert. Mindestens 15 Menschen kamen Behördenangaben zufolge am Samstag ums Leben. US-Experten gaben die Stärke des Bebens mit 6,8 an, der pakistanische Meteorologische Dienst mass die Stärke 7,2.

Wieder traf es den Bezirk Awaran in der Provinz Belutschistan, wo nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 am Dienstag mindestens 359 Menschen ums Leben gekommen waren. Menschen rannten panisch auf die Strasse, unter anderem aus dem grössten Krankenhaus von Awaran, wie Fernsehbilder zeigten. Der Erdstoss war so stark, dass auch in der Provinzhauptstadt Quetta Abgeordnete des örtlichen Parlaments das Gebäude verliessen.

Zehntausende campieren draussen

Die Todesopfer vom Samstag seien in der Gegend Mushkay von Awaran zu beklagen gewesen, sagte ein Sprecher der örtlichen Regierung, Jan Mohammad Buledi.

Nach dem ersten Beben standen in der Region ohnehin nur noch wenige der aus Lehm oder Ziegeln gebauten Häuser. Viele der einfachen Gebäude waren schon am Dienstag in sich zusammengefallen und hatten die Bewohner unter sich begraben. Seither campieren Zehntausende unter freiem Himmel oder in Zelten.

Nun habe man Informationen, dass auch einige der übrig gebliebenen Gebäude eingestürzt seien, sagte sagte Bezirksvertreter Abdur Rasheed: «Das heutige Erdbeben hat bereits beschädigte Gebäude und Wohnhäuser weiter in Mitleidenschaft gezogen.»

Pakistans Chef-Meteorologe Arif Mahmood sagte im Fernsehen, es habe sich um ein Nachbeben des ersten Erdstosses gehandelt. Ähnliche Erschütterungen werde es in den nächsten Wochen weiter geben. Das Epizentrum des Nachbebens lag den Angaben zufolge rund 150 Kilometer westlich von Khuzdar und rund 30 Kilometer südwestlich von dem des ersten Bebens.

Dünn besiedelt

Belutschistan ist die grösste Provinz Pakistans, doch ist sie auch die am dünnsten besiedelte. Da sie wenig erschlossen ist, sind Hilfsmassnahmen schwierig. Die pakistanische Luftwaffe hat mehrfach Hilfsgüter abgeworfen und Verletzte per Hubschrauber gerettet. Mindestens zwei ihrer Helikopter wurden diese Woche jedoch von Separatisten beschossen, die in der Region für einen eigenen Staat kämpfen.

AP/mw

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