Nach der Limousinen-Tragödie folgt die Anklage

Der schlimme Autounfall mit 20 Toten nördlich von New York ist nun ein Fall für die US-Justiz.

Grosse Anteilnahme: Freunde und Familien der Opfer von Schoharie gedenken im Bundesstaat New York der Toten. (8. Oktober 2018)

Grosse Anteilnahme: Freunde und Familien der Opfer von Schoharie gedenken im Bundesstaat New York der Toten. (8. Oktober 2018)

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Das verheerende Unglück am letzten Samstag im US-Bundesstaat New York hat juristische Konsequenzen. Der Betreiber des Limousinen-Unternehmens wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der Mann, dessen Vater die Firma Medienberichten zufolge besitzt, wurde bei einer Verkehrskontrolle angehalten und später angeklagt.

Der Angeklagte ist nach Polizeiangaben allein für den Unfall verantwortlich, weil er einen Fahrer ohne legale Fahrerlaubnis einstellte und eine als untauglich eingestufte Limousine zur Verfügung stellte.

Der Anwalt erklärte dagegen, sein Mandant habe mit dem Unternehmen kaum etwas zu tun. Stattdessen sei dessen Vater für den täglichen Betrieb verantwortlich. Der Vater ist ein früherer FBI-Informant und befindet sich derzeit in Pakistan.

Einer der schlimmsten Unfälle seit Jahren

Bei dem Unfall im Ort Schoharie, der etwa dreieinhalb Autostunden nördlich von New York liegt, war die mit 17 Freunden besetzte Stretch-Limousine über eine Strassenkreuzung gerast und auf einem Parkplatz auf ein abgestelltes Auto geprallt. Sämtliche Fahrgäste, der Fahrer sowie zwei Fussgänger kamen ums Leben.

Video: 20 Tote bei Verkehrsunfall im Bundesstaat New York

Tragödie in einer Kleinstadt: Überbleibsel eines tödlichen Unfalls in Schoharie. (Video: Reuters)

Die meisten Opfer waren junge Paare auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier für eine 30-Jährige. Sie und ihre drei Schwestern wurden ebenfalls getötet. Die Transportsicherheitsbehörde NTSB hat den Unfall als «tödlichsten Verkehrsunfall» in den USA seit Februar 2009 eingestuft. (fal/sda)

Erstellt: 10.10.2018, 23:26 Uhr

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