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Missbrauchsfall: «Es ist möglich, dass noch mehr betroffen sind»

Das wahre Ausmass der sexuellen Übergriffe, die H. S. in mehreren Heimen begann, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt seit Juli letzten Jahres – und sie hatte ständig Angst, dass die Öffentlichkeit davon erfährt.

«Wir müssen klären, ob die Institutsleiter oder Angestellte ihre Fürsorgepflicht verletzt haben», sagt die Kriminalpolizistin Gabriele Berger. (Valérie Chételat)
«Wir müssen klären, ob die Institutsleiter oder Angestellte ihre Fürsorgepflicht verletzt haben», sagt die Kriminalpolizistin Gabriele Berger. (Valérie Chételat)

Frau Berger, seit Juli ermittelt die Kantonspolizei in diesem einmaligen Missbrauchsfall. Am Dienstag machten Sie ihn publik. Warum erst dann?

Im Zentrum dieses Falles stehen für uns die Opfer. Wir haben darauf hingearbeitet, diese traurige Botschaft so menschlich und so persönlich wie möglich überbringen zu können. Dazu mussten wir zuerst umfangreiche Abklärungen treffen. Wir wollten vermeiden, an die Öffentlichkeit gehen zu müssen, bevor wir wissen, wer betroffen ist. Denn das hätte Spekulationen hervorgerufen und damit Ängste geschürt. Schliesslich mussten wir am Dienstag informieren, weil wir wussten, dass es am Mittwoch in den Medien sein wird.

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