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Minenunglück in Russland – 30 Tote

Nach dem schweren Grubenunglück in Russland ist die Zahl der Toten auf mindestens 30 gestiegen. Zuvor war von zwölf Toten und mehr als 80 Vermissten die Rede.

Riesige Explosion: Das Gebäude der Raspadskaja-Mine in Sibirien ist zerstört.
Riesige Explosion: Das Gebäude der Raspadskaja-Mine in Sibirien ist zerstört.
Keystone

Die Zahl der Toten bei dem schweren Bergwerksunglück in Westsibirien ist am Montag auf mindestens 30 gestiegen. Das meldete die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf den Minister für Notfälle, Sergej Schoigu. Das Schicksal von 60 weiteren Vermissten sei unbekannt. «Wir setzen die Bergungsaktion fort und hoffen, jemanden zu retten», sagte Schoigu.

Bei zwei Explosionen am Samstagabend waren im Kohlebergwerk Raspadskaja zunächst mindestens zwölf Bergleute unter Tage ums Leben gekommen und 58 verletzt worden. Dreieinhalb Stunden nach der ersten Methangasexplosion in der Kohlegrube in Westsibirien kam es zu einer zweiten Explosion, bei der auch mehrere Rettungskräfte verschüttet wurden. Die Helfer mussten daraufhin ihre Arbeit unterbrechen.

Sicherheitsvorkehrungen mangelhaft

Zum Zeitpunkt der ersten Explosion am Samstagabend waren 359 Arbeiter unter Tage, von denen sich die meisten in Sicherheit bringen konnten. Die starke zweite Explosion habe den Hauptluftschacht zum Einsturz gebracht, teilte der Gouverneur der westsibirischen Region Kemerowo, Aman Tulejew, mit.

Im Kohlebergwerk Raspadskaja werden jährlich etwa acht Millionen Tonnen Kohle gefördert. Die Anlage liegt rund 3000 Kilometer östlich von Moskau. Die Sicherheitsvorkehrungen in russischen Bergwerken gelten insgesamt als mangelhaft, Schlagwetterexplosionen kommen häufig vor.

sda/ddp/bru

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