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Messerstecher in Ikea-Filiale wollte sich selbst umbringen

Der Hauptverdächtige im Ikea-Mordfall ist kurz vor der Abschiebung aus Schweden gestanden. Ist dies das Motiv für die Tat?

Rätselhafte Tat: Noch immer ist das Motiv der Messerstecherei in der Ikea-Filiale von Västeras unklar. (10. August 2015)
Rätselhafte Tat: Noch immer ist das Motiv der Messerstecherei in der Ikea-Filiale von Västeras unklar. (10. August 2015)
Jonathan Nackstran, AFP

Der Angreifer in der Ikea-Filiale in Västeras hatte sich vorgenommen, sich selbst umzubringen. Das ergab die Auswertung der Überwachungskameras des Möbelhauses. Bei dem mutmasslichen Täter handelt es sich laut der Zeitung «Aftonbladet» um einen 35-jährigen Flüchtling aus Eritrea. Er lag am Mittwoch weiter im Spital.

Gemäss der Onlineausgabe von «Aftonbladet» ist auf dem Video der Überwachungskameras zu sehen, wie der Asylbewerber in der Küchenabteilung von Ikea zwei Messer aus dem Regal an sich nimmt und wenige Sekunden später auf eine 55-Jährige und ihren 28 Jahre alten Sohn einsticht. Beide werden getötet. Anschliessend stosse sich der Täter das Messer selbst in den Bauch, schreibt die Zeitung. Über sein Motiv gab es auch an Tag zwei nach der Tat keine offiziellen Angaben.

Jedoch hat der Hauptverdächtige vor der Abschiebung gestanden: Die Behörden hätten dem 35-Jährigen aus Eritrea zwei Male eine Aufenthaltsgenehmigung versagt, sagte die Sprecherin des Amts für Migration, Johanna Mahlen. Der Mann, der 2013 in Schweden ankam, habe sich mit Vertretern des Amts Stunden vor dem Angriff am Montag getroffen.

Viele Fragen

Nach der rätselhaften Attacke war am Montag ein zweiter Mann aus Eritrea festgenommen worden, der im selben Flüchtlingsheim wie der Täter untergebracht war. Die Staatsanwaltschaft teilte am Mittwoch mit, der Mann werde weiter festgehalten. Er bestreitet aber jede Verwicklung in die Tat.

Flüchtlinge aus Eritrea stellen in Schweden die zweitgrösste Gruppe an Asylbewerbern nach denen aus Syrien. Seit Jahresbeginn stellten 4200 Eritreer in Schweden einen Antrag auf Flüchtlingsschutz.

Derweil hat die Ikea-Filiale in Västerås am Mittwoch wieder ihre Türen für Kunden geöffnet. «Aus Respekt vor den Mitarbeitern werden wir keine Messer verkaufen», sagte der Warenhaus-Leiter Mattias Johansson.

SDA/fal

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