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Mehr als 100 Bergsteiger nach Erdbeben von Gipfel gerettet

Steinschläge und Lawinen: Dutzende Wanderer steckten nach einem Erdbeben in Malaysia auf einem Berg fest. Für einige kam jede Hilfe zu spät.

Flucht: Touristen entfernen sich vom Mount Kinabalu, wo es am 5. Juni  zu einem Erdbeben der Stärke 5,9 gekommen ist.
Flucht: Touristen entfernen sich vom Mount Kinabalu, wo es am 5. Juni zu einem Erdbeben der Stärke 5,9 gekommen ist.
Keystone
Staubwolke über dem bei Bergsteigern beliebten Kinabalu.
Staubwolke über dem bei Bergsteigern beliebten Kinabalu.
Keystone
Ein an der Rettungsaktion beteiligter malaysischer Soldat legt eine kurze Pause ein.
Ein an der Rettungsaktion beteiligter malaysischer Soldat legt eine kurze Pause ein.
FAZRY ISMAIL, Keystone
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Nach einem Erdbeben der Stärke 5,9 sind in einem Bergsteigergebiet am Mount Kinabalu in Malaysia 13 Leichen geborgen worden. Es würden noch sechs Bergsteiger vermisst, teilten die Behörden am Samstag mit. Am Freitag war das Gebiet um den mit 4095 Metern höchsten Berg Malaysias von einem Beben der Stärke 5,9 erschüttert worden. Dadurch waren auf Trekkingwege Felsbrocken und Steine gefallen.

Dutzende Kletterer, daruntert viele westliche Touristen, sassen fest. Die meisten konnten geborgen worden, einige mit Brüchen. Ein Mensch liegt im Koma. Unter den Todesopfern befinden sich den Angaben zufolge ein 30-jähriger örtlicher Führer sowie eine zwölfjährige Schülerin aus Singapur. Die Nationalitäten der anderen Opfer waren noch nicht geklärt.

Beschädigte Strassen, Schulen und Spitäler

Rund 60 Helfer waren in dem Gebiet unterwegs. Sie wurden durch vier Hubschrauber unterstützt. Durch das Erdbeben wurden auch Strassen und Gebäude, darunter Schulen und ein Krankenhaus an der Westküste des Staats Sabah auf der Insel Borneo beschädigt.

Am Kinabalu, einem der höchsten Gipfel Südostasiens, kommt es oft zu starken Regenfällen und die Temperaturen können trotz des tropischen Klimas auf Borneo unter den Gefrierpunkt fallen. Weil der Gipfel trotz der Höhe leicht zu besteigen ist, ist der Kinabalu bei Wanderer überaus beliebt.

Nacktbilder auf dem heiligen Berg Der Tourismusminister von Sabah, Masidi Manjun, sagte: «Dies ist ein sehr trauriger Tag für den Kinabalu.» Die meisten Leichen seien mit dem Hubschrauber vom Berg gebracht worden. Der Kinabalu werde für die kommenden drei Wochen für Aufräumarbeiten gesperrt. Am Montag sollen die Flaggen in Sabah auf halbmast gesetzt werden.

Der stellvertretende Ministerpräsident von Sabah, Joseph Pairin Kitingan, machte für die Tragödie zehn Touristen verantwortlich. Diese hätten sich gegenüber dem heiligen Berg respektlos gezeigt, da einige von ihnen vergangene Woche nackt auf dem Gipfel posiert und Fotos geschossen hätten. Ein spezielles Ritual werde später durchgeführt, um den Berggeist zu besänftigen. Unter den Ausländern waren zwei Kanadier, zwei Niederländer und ein Deutscher. Polizeiangaben zufolge sollen sich noch fünf der Touristen in Malaysia befinden. Ihnen werde wegen krassen Unanständigkeit die Ausreise versperrt.

SDA/kko

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