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Mutmasslicher Todesfahrer von Heidelberg ist Student

Ein 35-jähriger Autofahrer fährt in der Heidelberger Innenstadt eine Gruppe von Fussgängern an. Ein Mann erliegt im Spital seinen Verletzungen.

nag
Auf einen terroristischen Hintergrund deute nichts hin: Polizisten sperren den Tatort ab. (25. Februar 2017)
Auf einen terroristischen Hintergrund deute nichts hin: Polizisten sperren den Tatort ab. (25. Februar 2017)
R. Priebe/PR-Video, Keystone
Ein Mann fotografiert den Tatort. (25. Februar 2017)
Ein Mann fotografiert den Tatort. (25. Februar 2017)
Thomas Lohnes, AFP
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Ein Autofahrer hat im südwestdeutschen Heidelberg mehrere Fussgänger angefahren und ist mit einem Messer bewaffnet geflüchtet. Polizisten stoppten den Mann und schossen auf ihn. Der Autofahrer kam schwer verletzt in ein Spital. Drei Fussgänger wurden verletzt; ein 73-jähriger Mann erlag später seinen Verletzungen

Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, sagte Polizeisprecher David Faulhaber. Zum Motiv des Mannes könne er derzeit nichts sagen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauerten an, erklärte die Polizei. Eine Zeitung berichtete, der Mann – ein 35-jähriger Deutscher ohne Migrationshintergrund , wie die Mannheimer Polizei explizit erklärte – sei psychisch gestört.

Nach Polizeiangaben hatte der Mann gegen 16.00 Uhr nachmittags sein Auto in eine Gruppe von Passanten vor einer Bäckerei am Bismarckplatz im Stadtzentrum gesteuert. Das Auto kam vor einem Geschäftshaus zum Stehen.

Der Fahrer stieg dann aus und lief mit einem Messer in der Hand davon, wie die Polizei mitteilte. Polizeifahnder hätten ihn nach Hinweisen von Passanten gestellt, ein Beamter habe einen Schuss abgegeben und den Fahrer schwer verletzt.

Auf Fotos waren Beamte in weisser Schutzkleidung zu sehen. Sie untersuchten das Auto, das vor einem Geschäftsgebäude zum Stehen gekommen war.

Die Gegend um den Bismarckplatz blieb am Samstagabend abgesperrt. Spurensicherungsexperten der Polizei waren an der Arbeit. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei seien angelaufen, sagte ein Sprecher.

@APatzwahl Video zum #AmoklaufHeidelbergpic.twitter.com/zi4t4CfuRe— Andreas Patzwahl (@APatzwahl) 25. Februar 2017

Gegen mutmasslichen Todesfahrer ist Haftbefehl erlassen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten, werden dem Deutschen unter anderem Mord, versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und versuchter Totschlag vorgeworfen.

Der Verdächtige liegt nach einer Operation, die infolge eines Bauchdurchschusses durch die Polizei nötig war, im Spital. Dort werde er von Polizisten bis zu seiner Verlegung in ein Gefängnisspital rund um die Uhr bewacht. In einer ersten Vernehmung habe er sich nicht zu den Vorwürfen geäussert. Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft um einen 35 Jahre alten Studenten, der in Heidelberg wohnt. Sein Tatmotiv ist bislang noch unbekannt. Polizeilich sei er bislang nicht in Erscheinung getreten.

Erinnerungen an Berlin

Kurz vor Weihnachten war in Berlin ein Attentäter mit einem gestohlenen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche gerast und überfuhr dabei zahlreiche Menschen. Dabei starben elf Personen. Der Attentäter erschoss zudem den ursprünglichen Fahrer des Lastwagens. Dutzende Menschen wurden verletzt.

(AFP)

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