Luxusvilla zum Schnäppchenpreis

Die «Billionaire Mansion» in Los Angeles wechselt für 94 Millionen Dollar den Besitzer. Ursprünglich sollte das Anwesen mehr als drei Mal so viel kosten.

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Okay, wie soll dieses unglaubliche Gebilde in Beverly Hills heissen? Diese Villa mit zwölf Schlafzimmern, 21 Bädern und dem Helikopter aus der TV-Serie Airwolf auf dem Dach. Mit Louis-Vuitton-Bowlingbahn, 40-Sitze-Heimkino und einem Infinity-Pool mit Bar in der Mitte. Und mit, ja wirklich: Süssigkeitenraum. Die Leute haben dieses 3500-Quadratmeter-Haus mit Blick über Los Angeles vor dem Bau einfach nur Billionaire Mansion genannt, weil sie damit gerechnet hatten, dass es Bauherr Bruce Makowsky für eine Milliarde Dollar würde verkaufen können. Es kam für 250 Millionen Dollar auf den Markt, dann sollte es 188 und 150 Millionen kosten. Nun wurde es endlich verkauft, für 94 Millionen Dollar.

Experten gehen davon aus, dass der unbekannte Käufer aber gerade mal 64 Millionen Dollar für das Haus selbst bezahlt. Der Weinkeller mit Hunderten Flaschen teils seltener Tropfen, ein Fuhrpark mit Fahrzeugen wie Bugatti, Allard und Rolls Royce sowie ein Segelboot (der Ozean ist zehn Kilometer entfernt), all das soll einen Wert von etwa 30 Millionen Dollar haben.

Die Billionaire Mansion ist also die Nicht-ganz-ein-Zehntel-Milliarde-Villa, und der Kaufpreis von 94 Millionen Dollar ist dann in diesem Jahr auch nur der dritthöchste, der heuer für eine Immobilie im Grossraum Los Angeles bezahlt worden ist. WhatsApp-Gründer Jan Koum gönnte sich im August ein Strandhaus in Malibu für 100 Millionen Dollar, Petra Ecclestone verkaufte das so genannte Manor in Holmby Hills im Juli für 119,75 Millionen Dollar. So viel ist in Kalifornien noch nie für ein Haus bezahlt worden.

Den Preisrekord hält ein Penthouse in New York

Es ist ein schwieriger Markt für Mega-Luxusvillen in Los Angeles, derzeit zu haben ist noch immer Opus von Bauherr Nile Niami mit 1000-Flaschen-Weinkeller und zwei Autos (Lamborghini Aventador und Rolls Royce Dawn), die jeweils mit Gold überzogen sind. Sie sollte mehr als 100 Millionen Dollar kosten, mittlerweile wird sie für 80 Millionen feilgeboten. Niami baut auf einem Hügel in Bel Air zudem The One, die 500 Millionen Dollar kosten soll – das wäre Rekord für die teuerste Wohnimmobilie in den USA. Den hält derzeit der Milliardär Ken Griffen, der im Januar ein Penthouse in New York für 238 Millionen Dollar gekauft hat.

Wirklich schlecht läuft es aber nicht für die Makler in Los Angeles: In diesem Jahr sind bislang 339 Häuser für jeweils mehr als fünf Millionen Dollar verkauft worden – und zwölf für mehr als 30 Millionen Dollar.

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