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Leicht gedünstet im ICE?

Bei der kürzlichen Klimaanlagen-Panne hat die Deutsche Bahn einem Medienbericht zufolge in ihren ICE-Zügen Temperaturen von bis zu über 70 Celcius gemessen. Die Bahn dementiert.

Hitze als Gesundheitsgefahr: Helfer am 10. Juli bei einem ICE im Bahnhof von Bielefeld.
Hitze als Gesundheitsgefahr: Helfer am 10. Juli bei einem ICE im Bahnhof von Bielefeld.
Keystone

Dies geht aus einer «internen Störfallanalyse» des Konzerns hervor, wie das ZDF-Magazin Frontal 21 am Dienstag berichten wird. Reisende hatten von Temperaturen von rund 50 Grad Celcius gesprochen, doch eine Lehrerin, die mit Schülern auf Reisen war, hatte auch schon von mehr als 70 Grad gesprochen.

Die Deutsche Bahn widerspricht diesem Bericht. «Der DB liegen keinerlei Anhaltspunkte für diese Behauptung vor», erklärte ein Sprecher am Dienstag in Berlin. Eine interne Störfall-Analyse habe bis zu 61 Grad Celsius im sogenannten Energieversorgungsblock der Klimaanlage festgestellt. «Dieses Aggregat befindet sich jedoch ausserhalb des Fahrgast-Innenraums, an der Unterseite des Zuges», erklärte der Sprecher.

Notstopp wegen Erkrankungen durch Hitze

Wegen hochsommerlicher Temperaturen hat die Bahn derzeit Probleme mit Klimaanlagen in Teilen ihrer ICE-Flotte. Die Klimaanlagen in ICE-2-Zügen sind nur für Temperaturen bis 32 Grad ausgelegt. Am vorvergangenen Wochenende hatten drei der Hochgeschwindigkeitszüge auf dem Weg von Berlin nach Köln und Düsseldorf wegen ausgefallener Klimaanlagen und extremer Temperaturen im Zuginneren stoppen müssen.

Die Zugpassagiere waren teils dehydriert und mussten ärztlich behandelt werden, darunter auch die Schüler der zitierten Lehrerin. Die Deutsche Bahn wollte zu dem Bericht von Frontal 21 keine Stellung nehmen. Der Konzern äussere sich "grundsätzlich nicht zu internen Dokumenten und Zahlen", erklärte ein Konzernsprecher. Jedoch sei Tatsache, dass in den vergangenen anderthalb Wochen "wegen Störfällen an der Klimaanlage rund 50 Züge gestoppt oder ausgesetzt" worden seien.

AFP/raa

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