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Katastrophenalarm in Deutschland

Am Dienstagmorgen wurde in Sachsen Katastrophenalarm wegen Hochwassergefahr ausgelöst. Zahlreiche Strassen wurden bereits überflutet, der öffentliche Verkehr ist eingeschränkt.

Sandsäcke werden vorbereitet und die Deiche kontrolliert: Landstrasse in Sachsen.
Sandsäcke werden vorbereitet und die Deiche kontrolliert: Landstrasse in Sachsen.
dapd

Wegen anhaltender Regenfälle und steigender Flusspegel ist am frühen Dienstagmorgen in den sächsischen Landkreisen Görlitz und Meissen Katastrophenalarm ausgelöst worden. Im Kreis Görlitz sei die Lage angespannt, teilte der dortige Katastrophenschutzstab mit. Wie schon vor sieben Wochen bereitete die Neisse besondere Sorgen. In Zittau stand der Pegel um 4.30 Uhr bei 3,57 Metern. Das bedeutet Alarmstufe vier. In Görlitz erreichte die Neisse einen Pegelstand von 5,74 Metern und damit Alarmstufe vier. Bei der heftigen Flut im August waren es hier mehr als sieben Meter gewesen.

Ebenfalls Alarmstufe vier erreichte der Schwarze Schöps in Krobnitz und Jänkendorf mit 3,05 beziehungsweise 2,10 Metern. Auch an der Weissen Schöps galt Alarmstufe vier. Bis Dienstagabend rechnete das Landratsamt mit Regenmengen von bis zu 100 Millimeter pro Quadratmeter. Da das Wasser nicht mehr abfliessen konnte, blieb es auf Feldern und Wiesen stehen und bildete eine Seenlandschaft. Zahlreiche Strassen wurden überflutet. Der öffentliche Personennahverkehr war eingeschränkt.

Unwetterwarnung des deutschen Wetterdienstes

Im Kreis Meissen galt wegen steigender Pegel ebenfalls Katastropehalarm. Dort galt an der Grossen Röder Alarmstufe vier bei Pegelständen von 2,78 Metern in Grossdittmannsdorf und 2,88 Metern in Kleinraschütz. In Grossenhain wurde eine Strasse gesperrt.

Es bestand eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. In beiden Kreisen gab es an den Deichen nach Angaben der Behörden zunächst keine Probleme. Ein Sprecher des Krisenstabes sagte dem Sender MDR1 Radio Sachsen, in Zittau und Niesky lägen jeweils rund 40'000 Sandsäcke bereit. Auch die Pegel der Elbe stiegen stark.

Erst Anfang August hatte ein Hochwasser Ostsachsen heimgesucht und mehrere Hundert Millionen Euro Schaden angerichtet. Die damals gebrochenen Deiche standen jetzt unter verstärketer Beobachtung.

dapd/ske

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