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Kapitän von Hongkonger Unglücksfähre schuldig gesprochen

Bei einem Schiffsunglück im Oktober 2012 waren 39 Menschen getötet und über hundert weitere verletzt worden. Der Kapitän muss jetzt für 18 Monate ins Gefängnis – und auch sein Steuermann wurde verurteilt.

Das Unglück ereignite sich am chinesischen Nationalfeiertag: Die Fähre «Lamma IV» wird abgeschleppt. (2. Oktober 2012)
Das Unglück ereignite sich am chinesischen Nationalfeiertag: Die Fähre «Lamma IV» wird abgeschleppt. (2. Oktober 2012)
Keystone

Ein Gericht in Hongkong hat den Kapitän einer mit einem Ausflugsschiff kollidierten Fähre wegen fahrlässiger Tötung zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Beim schwersten Schiffsunglück in Hongkong seit über 40 Jahren waren 2012 39 Menschen getötet und über hundert weitere verletzt worden.

Der 56-jährige Kapitän Lai Saiming erhielt zusätzlich 18 Monate Haft wegen Gefährdung der Leben anderer. Die Strafen sollen aber nicht nacheinander, sondern gleichzeitig verbüsst werden.

Neun Monate Gefängnis

Das Unglück ereignete sich am 1. Oktober, dem chinesischen Nationalfeiertag. Die Fähre «Sea Smooth», die Hongkong mit der drei Kilometer entfernten Insel Lamma verbindet, stiess mit grosser Geschwindigkeit gegen das Vergnügungsboot «Lamma IV».

An Bord des Boots waren 120 Menschen, die ein Feuerwerk zum Nationalfeiertag sehen wollten. Nach der Kollision sank das Boot binnen weniger Minuten, die Fähre erreichte sicher den Hafen von Lamma.

Der damalige Steuermann der Fähre, der 58-jährige Chow Chiwai, wurde zu neun Monaten Gefängnis wegen der Gefährdung von Menschenleben verurteilt. Vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung wurde er freigesprochen.

SDA

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