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Kampfjets zwingen Passagierflugzeug zur Landung

Im niederländischen Amsterdam wurde ein Passagierflugzeug zur Landung gezwungen. Der Verdacht auf eine Geiselnahme wurde inzwischen dementiert. Es handelte sich um einen Kommunikationsfehler.

Sicher gelandet: Die Passagiere verlassen das Flugzeug in Amsterdam. (29. August 2012)
Sicher gelandet: Die Passagiere verlassen das Flugzeug in Amsterdam. (29. August 2012)
AFP
Von Kampfjets begleitet: Das Flugzeug der spanischen Gesellschaft Vueling nach der Landung. (29. August 2012)
Von Kampfjets begleitet: Das Flugzeug der spanischen Gesellschaft Vueling nach der Landung. (29. August 2012)
Keystone
Der Flughafen Schiphol in Amsterdam. (Archivbild)
Der Flughafen Schiphol in Amsterdam. (Archivbild)
Keystone
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Berichte über eine angebliche Geiselnahme an Bord einer spanischen Passagiermaschine und ein Bombenfund haben am Flughafen Amsterdam-Schiphol für Aufregung gesorgt. Die Polizei bestätigte am Nachmittag jedoch, dass dem Bericht über die Geiselnahme ein Missverständnis zugrunde lag. Der Fund der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg führte hingegen zur Evakuierung eines Terminals und zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen.

Zunächst hatte die Polizei am Flughafen in Amsterdam erklärt, an Bord einer Maschine der spanischen Billigfluggesellschaft Vueling habe es womöglich eine Geiselnahme gegeben.

Dies wurde kurz darauf von einer Sprecherin der Airline dementiert: «Das ist nicht wahr», sagte sie. Wenig später erklärte auch die niederländische Polizei, es habe eine «Kommunikationspanne» zwischen dem Flugzeug und dem Tower vorgelegen.

Von Luftwaffe eskortiert

Laut Medienberichten war die Maschine mit 180 Menschen an Bord in Malaga gestartet und hatte möglicherweise den Funkkontakt verloren. Nach Angaben der Polizei eskortierten zwischenzeitlich F-16- Jagdflugzeuge der niederländischen Luftwaffe die Maschine vor ihrer Landung in Schiphol.

Seit dem Morgen hatte bereits der Fund einer Weltkriegsbombe den Flughafen in Atem gehalten. Die Bombe wurde nach Angaben einer Flughafensprecherin bei Bauarbeiten entdeckt. Während Sprengstoffexperten dabei waren, die Bombe zu entschärfen, wurden einige Flüge gestrichen, ausserdem kam es den ganzen Tag über zu dutzenden Verspätungen.

Der Terminal C, in dem Flüge in Länder des Schengen-Raums abgefertigt werden, wurde nach Angaben der Sprecherin «als Vorsichtsmassnahme» evakuiert und geschlossen. Wie lange die Entschärfung dauern würde, war zunächst unklar.

Den Flughafen Amsterdam-Schiphol passieren am Tag durchschnittlich 120'000 bis 140'000 Passagiere. In den Niederlanden werden immer wieder aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Bomben entdeckt. Schiphol wurde mindestens zwei Mal bombardiert: Im Mai 1940 beim Einmarsch der Wehrmacht durch die Luftwaffe und im Dezember 1943 durch die Alliierten.

dapd/mrs

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