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Kampfdelfine schwimmen nun für Putin

Mit der Krim gehören nun auch die Delfine der ukrainischen Marine den Russen. Diese wollen das Programm angeblich weiterführen – und ausbauen.

Von der Sowjetunion zur Ukraine nach Russland: Ein Trainer schwimmt mit einem Delfin, der einer geheimen Abteilung der sowjetischen Marine in Sewastopol angehört hatte. (21. August 1995)
Von der Sowjetunion zur Ukraine nach Russland: Ein Trainer schwimmt mit einem Delfin, der einer geheimen Abteilung der sowjetischen Marine in Sewastopol angehört hatte. (21. August 1995)
Reuters
Auch die USA setzen Meerestiere zu militärischen Zwecken ein, vor allem zur Aufklärung: Hier ein kalifornischer Seelöwe an einem unbekannten Ort. (29. Januar 2003)
Auch die USA setzen Meerestiere zu militärischen Zwecken ein, vor allem zur Aufklärung: Hier ein kalifornischer Seelöwe an einem unbekannten Ort. (29. Januar 2003)
Petty Officer First Class Brien Aho, Keystone
Die USA setzen «Dutzende» Tiere laut Angaben der Navy ein, um allfällige feindliche Taucher zu entdecken, die sich US-Schiffen und anderen Militäreinrichtungen nähern könnten: Petty Officer 2nd Class Russell Barnhill arbeitet mit Delfin K-Dog. (12. Februar 2007)
Die USA setzen «Dutzende» Tiere laut Angaben der Navy ein, um allfällige feindliche Taucher zu entdecken, die sich US-Schiffen und anderen Militäreinrichtungen nähern könnten: Petty Officer 2nd Class Russell Barnhill arbeitet mit Delfin K-Dog. (12. Februar 2007)
Petty Officer 1st Class Kristina Brockman, Keystone
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Sie können verdächtige Objekte erkennen, mit Bojen markieren oder an die Oberfläche schwimmen und ihre menschlichen Mitarbeiter alarmieren: Delfine, im Dienste der ukrainischen Marine. Als einzige Streitkraft neben der US Navy hatte die Ukraine ein militärisches Programm für Delfine unterhalten, schreibt «The Telegraph».

Neben 51 Kriegsschiffen sowie dem Heimathafen der ukrainischen Flotte in Sewastopol ist das Delfinprogramm nun in russische Hände übergegangen. Es umfasst nach Angaben der deutschen Gesellschaft zur Rettung der Delfine e. V. zehn grosse Tümmler, wie «Focus online» berichtet.

Russen wollen Delfine zum Töten abrichten

Die Einheit sollte Sparmassnahmen zum Opfer fallen. Die ukrainische Regierung plante im Februar, die Tiere in Zoos zu platzieren oder auszuwildern. Dabei waren sie erst 2012 «rekrutiert» worden, weil man die sagenumwobene Meeressäugerabteilung der sowjetischen Marine wiederbeleben wollte.

Nun könnte Russland das Programm nicht nur weiterführen, sondern noch ausbauen. Die aktuelle Delfingeneration könne bereits Objekte markieren. In einem nächsten Schritt will man die Tiere zum Töten von feindlichen Tauchern abrichten, schreibt die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Dazu würde man den Delfinen Messer oder Schusswaffen an den Köpfen festmachen.

Meeressäuger an den Iran verkauft

Die Russen würden so ans Meeressäugerprogramm anknüpfen, das die Sowjetunion ab den 1960er-Jahren bis zu ihrem Untergang betrieben hatte. Danach führte es die Ukraine weiter. Im Jahr 2000 verkaufte der Leiter des Programms in Sewastopol jedoch 27 Tiere der Marine an den Iran, darunter laut «Telegraph» auch Walrosse, Seelöwen und einen Belugawal.

Auch die Delfine der Sowjets sollen imstande gewesen sein, Menschen anzugreifen. Ausserdem gibt es Berichte, man hätte sie mit Bomben bestückt auf Selbstmordmission schicken können. Nach Angaben der Gesellschaft zur Rettung der Delfine wurden zu Sowjetzeiten mehr als 120 Delfine zu militärischen Zwecken ausgebildet.

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