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Justiz rollt Fall Kampusch neu auf

In Österreich wird der Kriminalfall Natascha Kampusch neu aufgerollt. Die Justiz will klären, ob der Entführer Wolfgang Priklopil Komplizen hatte.

Das Justizministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der österreichischen Zeitung «Die Presse». Die Ermittler gehen demzufolge neuen Erkenntnissen nach, wonach der Entführer Wolfgang Priklopil kein Einzeltäter gewesen sein soll.

Justizministerin Maria Berger habe entschieden, den Fall neu aufzurollen. «Das ist richtig», bestätigte Berger-Sprecher Thomas Geiblinger am Donnerstag gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA den Vorabbericht der Zeitung.

Grundlage für die Ermittlungen ist laut «Presse» unter anderem die Zeugenaussage einer Zwölfjährigen, die im März 1998 die Entführung beobachtet und unmittelbar danach von zwei Tätern berichtete habe. Die neuen Ermittlungen könnten Ende nächster Woche starten.

Natascha Kampusch war im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg in Wien entführt worden. Nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft konnte sie im August 2006 aus dem Hause Priklopils fliehen. Ihr Peiniger nahm sich daraufhin das Leben.

SDA/bru

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