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John Kerry nach Velounfall in Genfer Spital

US-Aussenminister John Kerry hat sich bei einem Velounfall in Frankreich den Oberschenkel gebrochen.

Fährt gerne Velo: US-Aussenminister John Kerry (16. März 2015)
Fährt gerne Velo: US-Aussenminister John Kerry (16. März 2015)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Ein Velounfall hat der Europareise von US-Aussenminister John Kerry ein frühzeitiges Ende gesetzt. Der 71-Jährige stürzte während einer Velotour im französischen Scionzier und brach sich den rechten Oberschenkel. Ein Helikopter brachte den Minister in ein Krankenhaus im rund 40 Kilometer entfernten Genf. Kerry sei trotz allem guter Dinge und werde zur weiteren Behandlung nach Boston zurückkehren, sagte ein Sprecher des US-Aussenministeriums. Sein Gesundheitszustand sei stabil.

Alle noch anstehenden Termine wie Gespräche in Spanien mit König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie die Teilnahme an einer zweitägigen Konferenz in Paris zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat wurden abgesagt. Der Aussenminister bedaure es, seine restlichen Termine absagen zu müssen, sagte der Sprecher weiter. Kerry werde die Konferenz in Paris aber aus der Ferne mitverfolgen. Der US-Aussenminister hatte in Genf am Samstag sechs Stunden mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif über ein endgültiges Atomabkommen verhandelt.

Während seiner sonntäglichen Radtour prallte er offenbar gegen einen Bordstein und stürzte. In den USA soll ihn nun der Arzt weiter behandeln, der ihn auch an der Hüfte operiert hatte, teilte Kirby weiter mit. Denn der Bruch befinde sich nahe der Stelle des jüngsten chirurgischen Eingriffs.

Burkhalter wünscht gute Besserung

Bundesrat Didier Burkhalter wünschte Kerry gute Besserung. Burkhalter, der sich zurzeit auf einer Asienreise befindet, sei umgehend informiert worden und bedaure den Unfall, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Der US-Aussenminister hält sich in Verhandlungspausen häufig mit Velofahren fit und nimmt oft sein Velo mit auf Dienstreisen. Während der langwierigen Atomgespräche mit dem Iran hat er dazu besonders oft Gelegenheit.

Kerry ist nicht der erste hochrangige US-Politiker mit einer Sportverletzung. Der frühere US-Präsident George W. Bush machte gleich mehrfach mit Fahrradstürzen auf sich aufmerksam. Unter anderem stiess er vor zehn Jahren beim G8-Gipfel im schottischen Gleneagles im Fallen mit einem Polizisten zusammen. Beide kamen mit ein paar Schrammen davon. Im Wahlkampf 2004, als Kerry Bush das Weisse Haus streitig machen wollte, fielen beide Kandidaten vom Fahrrad - ohne schlimmere Folgen.

(SDA)

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