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Isaac verwüstet Haiti und Kuba – neun Tote

Mit heftigen Regen ist der Tropensturm Isaac über Haiti und den Osten Kubas hinweggezogen. Mindestens neun Menschen wurden getötet – darunter ein achtjähriges Mädchen.

Der Sturm zerlegte zahlreiche Behausungen: Eine Frau vor den Trümmern ihres Hauses in Haiti.
Der Sturm zerlegte zahlreiche Behausungen: Eine Frau vor den Trümmern ihres Hauses in Haiti.
Keystone

Der Tropensturm Isaac hat in Haiti nach jüngsten Angaben neun Menschen in den Tod gerissen. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami setzte er am Sonntag seinen Weg entlang der Nordküste Kubas in Richtung Florida fort.

In Haiti, dem ärmsten Land Amerikas, das ein Erdbeben vor zweieinhalb Jahren schwer zerstört hat, zerfetzte der Sturm zahlreiche Zelte und Behausungen in den Obdachlosen-Lagern. Flüsse traten über die Ufer und fluteten Niederungen. Bananen-Plantagen und Zuckerrohrfelder wurden verwüstet.

5000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht

Nach jüngsten Angaben riss der Sturm in Haiti neun Menschen in den Tod. Unter den Opfern sei ein achtjähriges Mädchen, das von einer einstürzenden Hausmauer erschlagen worden sei, teilte am Sonntag der Zivilschutz in der Hauptstadt Port-au-Prince mit. Ein sechsjähriger Junge sei am Samstag gestorben, als sein Zelt einstürzte.

5000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Fast 20 Notzelte, die nach dem schweren Erdbeben von 2010 aufgestellt worden waren, wurden ebenfalls geräumt. Bei dem Erdbeben waren damals in Haiti 250'000 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem leben noch immer rund 400'000 Menschen in Zeltstädten.

In Kubas Osten, wo das Zentrum des Sturmes am Samstagnachmittag ankam, wurden Tausende in Sicherheit gebracht, darunter auch Touristen. Es kam zu Überschwemmungen, wie zuvor in Haiti und in der Dominikanischen Republik. Im gesamten Osten Kubas und auf den südöstlichen Bahamas waren vor allem wegen der befürchteten Regenfälle Tropensturmwarnungen herausgegeben worden.

Republikaner-Parteitag verschoben

Isaac bewegte sich am Sonntag weiter Richtung US-Bundesstaat Florida. Da die Behörden davon ausgingen, dass der Sturm zunimmt und Hurrikanstärke erreicht, wurde in Florida der Ausnahmezustand ausgerufen.

Durch Isaac wurden zudem die US-Republikaner gezwungen, den Beginn ihres Parteitags zur Kür ihres Präsidentschaftskandidaten um einen Tag zu verschieben. Das Treffen in Tampa in Florida soll nun erst am Dienstag beginnen. Bei dem Parteitag mit zehntausenden Teilnehmern soll Mitt Romney zum Herausforderer des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama bestimmt werden.

In den USA führte der Sturm nicht nur bei den Republikanern zu Verwerfungen. Die Raumfahrtbehörde Nasa musste eine Atlas-Rakete, deren Start bereits ein paar Mal verschoben worden war, wieder zurück ins Gebäude rollen, wie sie auf ihrer Webseite schrieb.

dapd/wid

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