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Irene verwüstet Siedlungen auf Bahamas

Der Hurrikan ist mit fast 200 Stundenkilometern über die Inselgruppe hinweggefegt. Nun bereiten sich die USA auf den Sturm vor. Die Meteorologen werden ihn voraussichtlich heraufstufen.

Die Flut steigt weiter an: In Wayne schwimmen Autos im Wasser. (30. August 2011)
Die Flut steigt weiter an: In Wayne schwimmen Autos im Wasser. (30. August 2011)
Reuters
Der Tag danach: Hurrikan-Schäden im Bundesstaat North Carolina. (28. August 2011)
Der Tag danach: Hurrikan-Schäden im Bundesstaat North Carolina. (28. August 2011)
Keystone
Bringen sich in Sicherheit: Kriegsschiffe der US-Marine laufen aus. (25. August 2011)
Bringen sich in Sicherheit: Kriegsschiffe der US-Marine laufen aus. (25. August 2011)
Keystone
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Hurrikan «Irene» hat auf seinem Weg durch die Karibik auf mehreren Bahamas-Inseln schwere Schäden angerichtet. Auf der entlegenen Insel Acklins wehte der Wirbelsturm der Kategorie drei ganze Häuser fort, wie der Katastrophenschutz der Bahamas mitteilte. Experten rechnen damit, dass der Hurrikan weiter an Stärke zunehmen wird, bevor er am Wochenende die US-Ostküste erreicht.

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 160 Stundenkilometern fegte «Irene» in der Nacht zum Donnerstag über die Bahamas hinweg. In der Ortschaft Lovely Bay auf Acklins zerstörte der von heftigem Regen begleitete Sturm 90 Prozent der Häuser. Auch auf den Nachbarinseln riss er Dächer von den Häusern und knickte Stromleitungen um. Mehrere Strassen wurden überflutet.

Vorbereitungen in den USA

Im US-Bundesstaat North Carolina begannen die Behörden am Mittwoch mit ersten Vorsichtsmassnahmen. Touristen im beliebten Strandresort Outer Banks wurden in Sicherheit gebracht, die Behörden ordneten zudem die Evakuierung der vorgelagerten Urlaubsinseln Ocracoke und Hatteras an. «Das wird ein mächtiger Sturm, deshalb nehmen wir ihn sehr ernst», sagte Gouverneur Bev Perdue.

Genau vorhersagen lässt sich sein Weg nach den Worten des Leiters des Nationalen Hurrikan Zentrums in Miama, Bill Read, nicht, doch werde damit gerechnet, dass er am Samstag Cape Hatteras in North Carolina erreichen werde. Am Sonntag werde «Irene» am östlichen Ende von Long Island in New York erwartet. Auf dem Weg nach Long Island könnte er möglicherweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 Kilometern erreichen und damit zum Sturm der zweithöchsten Kategorie vier hochgestuft werden.

US-Marine verlässt Hafen

Die US-Marine wies vorsorglich sämtliche Schiffe im Flottenstützpunkt Hampton Roads in Virginia an, den Hafen zu verlassen. Wie der Kommandeur der 2. Flotte, Vize-Admiral Daniel Holloway, erklärte, können die Schiffe einen solchen Sturm besser auf offener See überstehen. Auf «Irenes» Weg könnte auch die Promi-Insel Martha's Vineyard vor der Küste von Massachusetts liegen, auf der US-Präsident Barack Obama und seine Familie derzeit ihren Urlaub verbringen.

«Irene», der erste schwere Sturm der Hurrikan-Saison im Atlantik, hatte sich am Samstag in der Karibik gebildet. In Puerto Rico wurden am Montag infolge von Sturmschäden rund 800'000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. In Puerto Rico und später in der Dominikanischen Republik starben mindestens zwei Menschen, auch in der Nachbarrepublik Haiti wurden zwei Menschen nach heftigen Regenstürmen in einer Schlucht von den Wassermassen fortgespült.

dapd/miw

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