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«Ich habe das absolut Böse überlebt»

Der Vater der entführten und ermordeten Marie meldet sich zu Wort: Er wolle das Böse mit dem Guten besiegen und sich dem Hass verweigern, sagt der Pfarrer.

Der Mörder kommt beim Waadtländer Kantonsgericht an. (27. September 2018)
Der Mörder kommt beim Waadtländer Kantonsgericht an. (27. September 2018)
Laurent Gilliéron, Keystone
Bleibt lebenslang hinter Gittern: Der Angeklagte im Fall Marie, Claude D., neben Verteidigerin Yael Hayat. (7. März 2016)
Bleibt lebenslang hinter Gittern: Der Angeklagte im Fall Marie, Claude D., neben Verteidigerin Yael Hayat. (7. März 2016)
Frederic Bott, Keystone
Ist nicht mehr am Leben: Die entführte 19-jährige Marie.
Ist nicht mehr am Leben: Die entführte 19-jährige Marie.
Polizei VD
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Nach der Veröffentlichung der Administrativuntersuchung zum Tötungsdelikt Marie äussert sich nun auch der Vater des Opfers. Der Pfarrer bekräftigte in einer Kolumne in der Zeitung «Le Temps» seinen Glauben und Willen, das Böse durch das Gute zu besiegen. Antoine Schluchter äusserte sich auch zum Expertenbericht, dessen Empfehlungen und Schlüsse von verschiedenen Beobachtern als «zaghaft» beurteilt worden waren.

Der Pfarrer von Villars VD antwortet mit einem Glaubensbekenntnis. Man müsse sich dem Hass, der die Herzen verschmutze, verweigern, hielt er fest und wiederholte damit Worte, die bereits bei der Beisetzung des Entführungsopfers im Zentrum standen.

Zum Schluss des Textes stellt Schluchter die Frage des Weiterlebens. Es bedeute leben mit dem einen, das alles ändere – der Hoffnung. Und von oben und von anderen die Kraft erhalten, zu lieben. Der Titel des Textes lautet: «Ich, der Vater der ermordeten Marie, habe das absolut Böse überlebt.»

Von vorbestraftem Gewalttäter ermordet

Die 19-jährige Marie war am 15. Mai im Kanton Freiburg tot aufgefunden worden. Der Täter war bereits im Jahr 2000 wegen Entführung, Vergewaltigung und Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt worden.

Vergangene Woche war der Bericht einer Administrativuntersuchung durch den ehemaligen Solothurner Oberstaatsanwalt Felix Bänziger veröffentlicht worden. Er gab neun Empfehlungen an Justiz, Gefängnisadministration, Bewährungshilfe und Gesetzgeber ab.

SDA/rbi

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