Zum Hauptinhalt springen

«I am a Champutee»

Drei Menschen kamen ums Leben, 260 wurden zum Teil schwer verletzt, als im April beim Boston Marathon zwei Bomben explodierten. Viele verloren ein oder beide Beine. Jetzt lernen sie wieder laufen.

«Das Böse darf nicht das letzte Wort haben»: Die Opfer des Bostomer Anschlags lernen wieder laufen. (6. Oktober 2013)
«Das Böse darf nicht das letzte Wort haben»: Die Opfer des Bostomer Anschlags lernen wieder laufen. (6. Oktober 2013)
Keystone

Mehrere Dutzend Opfer des Anschlags auf den Marathonlauf in Boston im April haben am Sonntag wieder versucht, mit Prothesen laufen zu lernen. Sie trafen sich auf einem Sportgelände der Harvard-Universität in Boston zusammen mit ihren Familien und Physiotherapeuten.

Viele haben ein oder beide Beine teilweise oder ganz verloren. Die vom südafrikanischen Paralympics-Läufer Oscar Pistorius bekannt gemachten Kohlefaser-Prothesen wären von den meisten Versicherungen nicht bezahlt worden. Sie wurden von einer Hilfsorganisation, den Knights of Columbus, organisiert. «Wir können nicht zulassen, dass das Böse das letzte Wort hat», sagte ein Sprecher der Gruppe, die 2010 Prothesen für Erdbebenopfer in Haiti spendete. «Deshalb konzentrieren wir uns auf diese Gruppe.»

Celeste Corcoran mussten nach den beiden Explosionen beim Zieleinlauf in Boston am 15. April beide Beine amputiert werden. Sie selbst sei nie eine richtige Läuferin gewesen, weil sie dabei Knochenhautreizungen am Schienbein bekommen habe, sagte sie. «Ich habe keine Schienbeine mehr, also kann ich hoffen.» Mit fast schon schwarzem Humor absolvierten etliche der Amputierten den von einem Arzt präparierten Kurs. Eine Frau trug ein T-Shirt mit der Aufschrift: «I am a Champutee» – eine Zusammensetzung aus Champion und Amputierter.

Bei dem Anschlag waren drei Menschen getötet und mehr als 260 zum teil schwer verletzt worden.

AP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch