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Basler Hooligans kommen ohne Gefängnisstrafe davon

Im April 2016 lieferten sich Ultras des FC Basel eine Schlacht mit der Polizei. 14 Angeklagte kommen mit bedingten Strafen davon. Zwei Beschuldigte wurden freigesprochen.

Eine Horde von Hooligans lieferte sich am 10. April 2016 eine Schlacht mit der Polizei. Nun sprach das Basler Strafgericht sein Urteil im Verfahren. Video: Telebasel

Am 10. April 2016 attackierten gewaltbereite Anhänger des FC Basel nach einem Spiel des Vereins gegen den FC Zürich Beamte der Kantonspolizei Basel-Stadt. Schnell eskalierte die Lage zu einer Strassenschlacht, wie 20min.ch berichtet. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen 16 Personen, am Mittwoch sprach das Basler Strafgericht das Urteil.

14 der Beschuldigten wurden zu bedingten Freiheits- und Geldstrafen verurteilt. Ins Gefängnis einlaufen muss keiner der Ultras. Der Strafrahmen der bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafen bewegt sich zwischen sechs und 18 Monaten. Zwei Geldstrafen à 45 und 120 Tagessätzen zu je 140 Franken wurden unbedingt ausgesprochen. Für zwei der Beschuldigten endete das Verfahren mit einem Freispruch.

Schwerer wiegen als die auferlegten Strafen, dürften die Verfahrenskosten, die die Verurteilten zu tragen haben. Diese belaufen sich auf tausende von Franken.

Viele Verletzte, grosser Sachschaden

Bei den Ausschreitungen wurden neun Polizisten verletzt, sie waren teilweise tage- bis wochenlang arbeitsunfähig. Ein Unbeteiligter verlor ein Auge, weil er von Gummischrot getroffen wurde. Zudem wurde ein Kind verletzt. Es entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich, davon über 32'000 Franken im Kanton Basel-Stadt. Weitere Schäden entstanden, nachdem sich die Ausschreitungen auf Baselbieter Boden verlagert hatten.

Bei der Befragung im Rahmen des Hauptverfahrens wollten die meisten Beschuldigten nur passiv an den Ereignissen beteiligt gewesen zwei. Lediglich zwei von ihnen legten Teilgeständnisse ab. Auch distanzierten sie sich von der Fanszene und hoben ihre positiven Lebenswandel seit den Ereignissen hervor.

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