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Höhlenforscher in Österreich schwer verletzt

Schon wieder ist ein Höhlenforscher bei einer Expedition verunfallt: Ein Pole verletzte sich in der Jack-Daniel's-Höhle im österreichischen Tennengebirge. Die Rettungsaktion gestaltet sich schwierig.

«Er wird sogar wieder Extremsport treiben können»: Der gerettete Marek Gizowsky nach seiner Rettung im Krankenhaus von Salzburg. (17. August 2014)
«Er wird sogar wieder Extremsport treiben können»: Der gerettete Marek Gizowsky nach seiner Rettung im Krankenhaus von Salzburg. (17. August 2014)
Keystone
Dem Verunglückten geht es «ganz gut»: Das Rettungsteam steht vor dem Eingang zur Jack-Daniel's-Höhle. (15. August 2014)
Dem Verunglückten geht es «ganz gut»: Das Rettungsteam steht vor dem Eingang zur Jack-Daniel's-Höhle. (15. August 2014)
Keystone
...deswegen müssen die Retter die Höhle zu Fuss betreten. (14. August 2014)
...deswegen müssen die Retter die Höhle zu Fuss betreten. (14. August 2014)
Keystone
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In einer Höhle im österreichischen Tennengebirge ist ein polnischer Forscher schwer verletzt worden. Der Mann befinde sich offenbar rund 200 Meter vom Einstieg der Jack-Daniel's-Höhle entfernt, meldete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf eine Sprecherin der Bergrettung.

Demnach gestaltete sich die Rettungsaktion für den Forscher schwierig, weil zurzeit kein Flugwetter herrsche und daher alle Retter zu Fuss zum Eingang der Höhle steigen müssten. Dies könnte etwa drei bis vier Stunden dauern, hiess es.

Der Verunglückte gehörte laut APA einer Gruppe von sechs polnischen Forschern an, die in der Höhle unterwegs waren. Nach ersten Informationen wurde er an Oberschenkel und Becken schwer verletzt. Ein Voraustrupp der Bergrettung mit acht Helfern sei bereits in den Morgenstunden aufgestiegen, eine zweite zwölfköpfige Gruppe habe sich später auf den Weg gemacht.

Das Tennengebirge im Bundesland Salzburg ist ein stark verkarstetes Bergmassiv mit zahlreichen Höhlen. Immer wieder entdecken Forscher neue Höhlensysteme.

Unfall weckt Erinnerungen

Im Juni hatte die beispiellose Bergungsaktion für den deutschen Höhlenforscher Johann Westhauser für Schlagzeilen gesorgt. Der 52-Jährige war in der Riesending-Schachthöhle in Bayern bei einer Exkursion durch einen Steinschlag in rund 1000 Meter Tiefe am Kopf verletzt worden.

Die Rettung unter Beteiligung von Höhlenrettern aus fünf Ländern, darunter die Schweiz, in der Nähe von Berchtesgaden dauerte insgesamt elf Tage.

SDA/fko

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