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Hand in Tür eingeklemmt: Passagier rennt mit Zug mit

Im Bahnhof Bern kam es am 1. März zu einem dramatischen Zwischenfall. SBB-Chef Andreas Meyer hat an der Bilanzmedienkonferenz den Vorfall publik gemacht.

Ob der Einklemmschutz des einstöckigen Eurocity-Wagens versagt hat, ist nicht klar. Bild: Keystone
Ob der Einklemmschutz des einstöckigen Eurocity-Wagens versagt hat, ist nicht klar. Bild: Keystone

Im Bahnhof Bern hat Anfang März ein SBB-Passagier seine Hand in einer schliessenden Zugtür eingeklemmt. Danach rannte er laut Angaben des Bahnunternehmens rund 45 Meter mit dem losfahrenden Zug mit, ehe er seine Finger aus der Tür befreien konnte. Der Mann erlitt eine Prellung an den Fingern.

Den Vorfall hatte SBB-Chef Andreas Meyer an der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag publik gemacht. Über Details zum Fall berichtete zuerst das Internetportal «Watson». Der Zwischenfall ereignete sich am 1. März kurz nach 1 Uhr morgens im Bahnhof Bern, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage mitteilte.

Ein Reisender wollte demnach in den Intercity nach Interlaken einsteigen, nachdem das Zugpersonal den Zug bereits abgefertigt hatte. Der Mann versuchte die sich schliessende Tür mit der Hand aufzuhalten. Dabei wurden seine Finger eingeklemmt.

Als sich der Zug in Bewegung setzte, rannte der Reisende den Angaben zufolge rund 45 Meter neben dem Zug her. Schliesslich konnte er seine Finger aus der geschlossenen Tür herausziehen.

Ob der Einklemmschutz des einstöckigen Eurocity-Wagens versagt hat, ist nicht klar. Die SBB würden den Vorfall bedauern und hätten umgehend eine Untersuchung eingeleitet, teilte der Sprecher mit. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) und das Bundesamt für Verkehr (BAV) seien informiert worden.

Anfang August 2019 war ein Zugbegleiter der SBB bei einem Unfall mit einer defekten Wagentür ums Leben gekommen. Der 54-Jährige wurde im Bahnhof Baden AG auf dem Perron von einer Wagentür eingeklemmt und kilometerweit mitgeschleift. Später stellte sich heraus, dass der Einklemmschutz versagt hatte. Die SBB überprüften in der Folge 1832 Türen an 458 Wagen und stiessen bei 69 Türen auf Sicherheitsmängel. Überdies passte das Bahnunternehmen die Anweisungen für das Zugpersonal bei der Zugabfertigung an.

(SDA)

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