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Gotthard-Zufahrt nach Steinschlag bis Donnerstag gesperrt

Wegen des trockenen Wetters hat sich die Hochwassersituation heute in der ganzen Schweiz entspannt. Der Pegelstand der meisten Bäche und Flüsse sank. Dennoch kam es weiter zu Verkehrsbehinderungen.

Unter Wasser: Der Campingplatz Seemattli in Seewen. (2. Juni 2013)
Unter Wasser: Der Campingplatz Seemattli in Seewen. (2. Juni 2013)
Abgesperrt: Zwischen Altstätten und Trogen rutschte gestern ein Hang ab. (2. Juni 2013)
Abgesperrt: Zwischen Altstätten und Trogen rutschte gestern ein Hang ab. (2. Juni 2013)
Das Ausmass des Unglücks in einer Luftaufnahme: Erdrutsch in Appenzell Ausserrhoden.  (2. April 2013)
Das Ausmass des Unglücks in einer Luftaufnahme: Erdrutsch in Appenzell Ausserrhoden. (2. April 2013)
Auch am Suggiturm im Berner Oberland kam der Boden ins Rutschen. (3. Juni 2013)
Auch am Suggiturm im Berner Oberland kam der Boden ins Rutschen. (3. Juni 2013)
Lauerzersee über die Ufer getreten: Die A 4, hier in Seewen, ist zwischen Goldau und Brunnen in Richtung Süden gesperrt.
Lauerzersee über die Ufer getreten: Die A 4, hier in Seewen, ist zwischen Goldau und Brunnen in Richtung Süden gesperrt.
Überflutete Kantonsstrasse in Lauerz.
Überflutete Kantonsstrasse in Lauerz.
Hangrutschung: Im Kanton St. Gallen ist die Kantonsstrasse zwischen Schmerikon und Rapperswil-Jona gesperrt.
Hangrutschung: Im Kanton St. Gallen ist die Kantonsstrasse zwischen Schmerikon und Rapperswil-Jona gesperrt.
Aus einem beschaulichen Flüsschen ist ein reissender Strom geworden: Die Töss bei Pfungen ZH am Samstagabend um 20 Uhr, schreibt Leserreporter Christoph Schmid.
Aus einem beschaulichen Flüsschen ist ein reissender Strom geworden: Die Töss bei Pfungen ZH am Samstagabend um 20 Uhr, schreibt Leserreporter Christoph Schmid.
Trotz Warnung der Polizei wagen sich Schaulustige oft gefährlich nahe ans Wasser: Die Töss bei Pfungen ZH am Samstagabend.
Trotz Warnung der Polizei wagen sich Schaulustige oft gefährlich nahe ans Wasser: Die Töss bei Pfungen ZH am Samstagabend.
Keine Entwarnung in der Ostschweiz: Hier sind die Wasserpegel noch immer hoch – Blick auf die Linth bei Weesen, St. Gallen. (2. Juni 2013)
Keine Entwarnung in der Ostschweiz: Hier sind die Wasserpegel noch immer hoch – Blick auf die Linth bei Weesen, St. Gallen. (2. Juni 2013)
Ein Hund steht im überfluteten Keller eines Gasthauses in Seewen, Solothurn. (2. Juni 2013)
Ein Hund steht im überfluteten Keller eines Gasthauses in Seewen, Solothurn. (2. Juni 2013)
Am Vierwaldstättersee hat sich die Lage etwas beruhigt – das Dampfschiff Schiller fährt an der Engelberger Aa in Buochs vorbei. (2. Juni 2013)
Am Vierwaldstättersee hat sich die Lage etwas beruhigt – das Dampfschiff Schiller fährt an der Engelberger Aa in Buochs vorbei. (2. Juni 2013)
Das Wehr an der Reuss beim Vierwaldstättersee ist immer noch vollkommen geöffnet: Blick auf die Kapellbrücke in Luzern. (2. Juni 2013)
Das Wehr an der Reuss beim Vierwaldstättersee ist immer noch vollkommen geöffnet: Blick auf die Kapellbrücke in Luzern. (2. Juni 2013)
Volle Gewässer im Kanton Schwyz: Der Lauerzersee ist wegen des anhaltenden Regens über die Ufer gestiegen, ...
Volle Gewässer im Kanton Schwyz: Der Lauerzersee ist wegen des anhaltenden Regens über die Ufer gestiegen, ...
... die Anwohner improvisieren: Mann mit Kanu vor seinem Haus. (2. Juni 2013)
... die Anwohner improvisieren: Mann mit Kanu vor seinem Haus. (2. Juni 2013)
In Maienfeld (Graubünden) wurde ein Feld überschwemmt, ...
In Maienfeld (Graubünden) wurde ein Feld überschwemmt, ...
... die A13 bei St. Margrethen ist gesperrt. (2. Juni 2013)
... die A13 bei St. Margrethen ist gesperrt. (2. Juni 2013)
Teilweise überflutet: Die St. Galler Gemeinde Widnau am frühen Sonntagmorgen. (2. Juni 2013)
Teilweise überflutet: Die St. Galler Gemeinde Widnau am frühen Sonntagmorgen. (2. Juni 2013)
Prekäre Lage: Auch in Unterwasser SG kommen die Fluten den Häusern gefährlich nah. (2. Juni 2013)
Prekäre Lage: Auch in Unterwasser SG kommen die Fluten den Häusern gefährlich nah. (2. Juni 2013)
Besonders gefährdet: Die Gemeinde Wallbach im Kanton Aargau – Feuerwehrmänner installieren am Rhein eine Wasserpumpe. (1. Juni 2013)
Besonders gefährdet: Die Gemeinde Wallbach im Kanton Aargau – Feuerwehrmänner installieren am Rhein eine Wasserpumpe. (1. Juni 2013)
So viel Regen hat es seit Freitag gegeben: Karte mit Niederschlagssummen von Meteonews.
So viel Regen hat es seit Freitag gegeben: Karte mit Niederschlagssummen von Meteonews.
Der Rekordregen hinterlässt deutliche Spuren: Die Thur in der Region Andelfingen hat die umliegenden Felder überschwemmt. (1. Juni 2013)
Der Rekordregen hinterlässt deutliche Spuren: Die Thur in der Region Andelfingen hat die umliegenden Felder überschwemmt. (1. Juni 2013)
Der Steg versinkt im Hochwasser: Die Aare bei Koblenz. (1. Juni 2013)
Der Steg versinkt im Hochwasser: Die Aare bei Koblenz. (1. Juni 2013)
Bleiben in Alarmbereitschaft: Arbeiter beobachten den Wasserstand der Aare beim Schwellenmätteli. (1. Juni 2013
Bleiben in Alarmbereitschaft: Arbeiter beobachten den Wasserstand der Aare beim Schwellenmätteli. (1. Juni 2013
Teilweise über die Ufer getreten: Die Reuss bei Sins, Aargau, von einer alten Holzbrücke aus betrachtet. (1. Juni 2013)
Teilweise über die Ufer getreten: Die Reuss bei Sins, Aargau, von einer alten Holzbrücke aus betrachtet. (1. Juni 2013)
Rekordwasserstände: Der Rhein tobt beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt, Aargau. (1. Juni 2013)
Rekordwasserstände: Der Rhein tobt beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt, Aargau. (1. Juni 2013)
Gefahrenstufe 4 am Rhein: Der Bund verzeichnet in seinemBulletinvor allem im Norden noch immer erhöhte bis hohe Hochwassergefahr. (1. Juni 2013)
Gefahrenstufe 4 am Rhein: Der Bund verzeichnet in seinemBulletinvor allem im Norden noch immer erhöhte bis hohe Hochwassergefahr. (1. Juni 2013)
LautMeteo Schweizist die Gefahr für Hochwasser vor allem in den zentralen und östlichen Voralpen weiterhin erheblich. (2. Juni 2013)
LautMeteo Schweizist die Gefahr für Hochwasser vor allem in den zentralen und östlichen Voralpen weiterhin erheblich. (2. Juni 2013)
Reissende Fluten: Die Simme bei Wimmis. (1. Juni 2013)
Reissende Fluten: Die Simme bei Wimmis. (1. Juni 2013)
Die Zulg, die bei Heimberg in die Aare fliesst, führt viel Wasser mit. (1. Juni 2013)
Die Zulg, die bei Heimberg in die Aare fliesst, führt viel Wasser mit. (1. Juni 2013)
Hier ist die Lage äusserst angespannt: Bei diesem Hotel in Rheinfelden fliesst das Wasser nur noch wenige Zentimeter unter der Terrasse durch. (1. Juni 2013)
Hier ist die Lage äusserst angespannt: Bei diesem Hotel in Rheinfelden fliesst das Wasser nur noch wenige Zentimeter unter der Terrasse durch. (1. Juni 2013)
Hoher Pegelstand: Ein Steg am Pfäffikersee. (1. Juni 2013)
Hoher Pegelstand: Ein Steg am Pfäffikersee. (1. Juni 2013)
Führt Treibholz: Die Thur bei Andelfingen. (1. Juni 2013)
Führt Treibholz: Die Thur bei Andelfingen. (1. Juni 2013)
Der Flusspegel stieg auf 9,4 Meter: Der Rhein bei Basel. (1. Juni 2013)
Der Flusspegel stieg auf 9,4 Meter: Der Rhein bei Basel. (1. Juni 2013)
Mit einem mobilen Kran werden im Mattequartier die Schwellen in der Aare entfernt. (1. Juni 2013)
Mit einem mobilen Kran werden im Mattequartier die Schwellen in der Aare entfernt. (1. Juni 2013)
Damit soll gesichert werden, dass kein Schwemmholz die Abflüsse verstopft. (1. Juni 2013)
Damit soll gesichert werden, dass kein Schwemmholz die Abflüsse verstopft. (1. Juni 2013)
Die Zulg bei Heimberg. (1. Juni 2013)
Die Zulg bei Heimberg. (1. Juni 2013)
Anstrengendes Wochenende für die SBB: Zwischen Rüti und Fischental (Zürich) verschüttete ein Hangrutsch die Gleise, ...
Anstrengendes Wochenende für die SBB: Zwischen Rüti und Fischental (Zürich) verschüttete ein Hangrutsch die Gleise, ...
... es dauerte Stunden, bis die Strecke wieder befahrbar war. (1. Juni 2013)
... es dauerte Stunden, bis die Strecke wieder befahrbar war. (1. Juni 2013)
Randvoll: Die Töss bei Rorbas, Zürich. (1. Juni 2013)
Randvoll: Die Töss bei Rorbas, Zürich. (1. Juni 2013)
Land unter beim Maschwander Ried in Mettmenstetten. (1. Juni 2013)
Land unter beim Maschwander Ried in Mettmenstetten. (1. Juni 2013)
Füllt sich: Die Reuss bei Obfelden, Zürich. (1. Juni 2013)
Füllt sich: Die Reuss bei Obfelden, Zürich. (1. Juni 2013)
Abgerutscht: Ein Hang oberhalb der Bahngleise zwischen Wald und Gibswil, Zürich. (1. Juni 2013)
Abgerutscht: Ein Hang oberhalb der Bahngleise zwischen Wald und Gibswil, Zürich. (1. Juni 2013)
Einen kleineren Erdrutsch gab es auch zwischen Laupen und Goldingen in Zürich. (1. Juni 2013)
Einen kleineren Erdrutsch gab es auch zwischen Laupen und Goldingen in Zürich. (1. Juni 2013)
Mussten sich eine neue Bleibe suchen: Enten auf der Schützenmatte in Burgdorf, Bern. (1. Juni 2013)
Mussten sich eine neue Bleibe suchen: Enten auf der Schützenmatte in Burgdorf, Bern. (1. Juni 2013)
Muss abgepumpt werden: Das Wasser eines Bachs bei Meiringen, Bern. (1. Juni 2013)
Muss abgepumpt werden: Das Wasser eines Bachs bei Meiringen, Bern. (1. Juni 2013)
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Für mehrere Schweizer Flüsse und Seen sind die Hochwasserwarnungen aufgehoben worden. Die Wasserstände des Boden- und Walensees steigen hingegen weiter an. Für den Bodensee gilt weiterhin erhebliche Hochwassergefahr.

Die Pegel des Boden- und Walensees werden in der Nacht auf morgen ihren Höchststand erreichen, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) im heutigen Naturgefahrenbulletin des Bundes schreibt. Ab morgen sei dann an allen Seen der Alpennordseite mit sinkenden Pegelständen zu rechnen.

Bereits aufgehoben wurden die Warnungen an der Thur, dem Hochrhein ab der Mündung der Thur, der Reuss, der Aare ab der Reuss-Mündung sowie am Thuner- und am Bielersee. Hier wurden die maximalen Abflüsse laut Bafu gestern erreicht.

Die Pegel des Zürich- und Vierwaldstättersees sollen heute im Verlaufe des Tages langsam zu sinken beginnen. Für die beiden Seen sowie an mehreren Seeausflüssen ist die Hochwassergefahr mässig; das gleiche gilt auch für den Walensee.

Die Seeausflüsse des Boden-, des Walen- und des Bielersees werden laut Bafu auch in den nächsten Tagen weiterhin in der Gefahrenstufe 2 – das bedeutet mässige Hochwassergefahr – verbleiben. Auch für den Hochrhein ab Mündung Aare liegen die Wasserführungen noch im Bereich der Gefahrenstufe 2.

Schutzmauer geriet ins Rutschen

Trotz der gesunkenen Pegelstände kam es in der Ost- und Zentralschweiz weiterhin zu Verkehrsbehinderungen. Nach einem Steinschlag bleibt die Gotthard-Bahnlinie zwischen Immensee SZ und Arth-Goldau SZ voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt. Wegen des durchnässten Bodens war am Sonntagabend eine Schutzmauer aus Stein ins Rutschen geraten.

Rund 30 Kubikmeter Gestein hätten die beiden Geleise verschüttet, sagte SBB-Sprecherin Lea Meyer heute der Nachrichtenagentur sda. Die Züge von Luzern nach Arth-Goldau werden über Zug umgeleitet. Zurzeit wird das Gestein mit Baggern weggetragen.

Auch auf den Strassen muss im Kanton Schwyz noch mit Behinderungen gerechnet werden. Der Wasserspiegel des Lauerzersees sank zwar in der Nacht auf heute soweit, dass die Autobahn A4 zwischen Goldau und Brunnen wieder einspurig befahrbar ist. Wegen des hohen Wasserstandes bleiben jedoch die Autobahnausfahrten in Seewen sowie die Kantonsstrasse zwischen Lauerz und Seewen weiterhin gesperrt.

«Mit einem blauen Auge davongekommen»

In der Ostschweiz, die am stärksten von den Folgen des intensiven Regen betroffen war, waren heute Morgen ebenfalls noch verschiedene Strassen gesperrt. Zudem ist die Bahnlinie von Rorschach nach Heiden wegen eines Erdrutsches unterbrochen.

In Widnau SG, das nach einem Dammbruch des Rhein-Binnenkanals am Wochenende teilweise überflutet worden war, floss das Wasser inzwischen weitgehend ab. Gegen Mittag standen rund um Widnau nur noch wenige Flächen unter Wasser, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Man sei «mit einem blauen Auge davon gekommen», sagte Fredy Koller vom kantonalen Führungsstab der Nachrichtenagentur sda. Zwar wurde viel Kultur- und Ackerland überschwemmt. Die Bauernhöfe selbst seien aber zum Glück verschont geblieben. Eine Schadenbilanz sei frühestens in einigen Tagen möglich.

Die Kantonspolizei schrieb, die Fluss- und Bachläufe seien wieder erkennbar. Weil die Böden überall wasserdurchtränkt seien, bestehe aber weiterhin die Gefahr von Erdrutschen. Vom 72-jährigen Mann, der in Kaltbrunn SG in den Dorfbach stürzte und vom Wasser mitgerissen wurde, fehlt jede Spur.

Zwei Millionen Franken Sachschaden in Ausserrhoden

In Appenzell Ausserrhoden sind nach dem Dauerregen vom Wochenende bis heute Mittag rund 130 Schadenmeldungen eingegangen. Die Gebäudeversicherung schätzt die gesamte Schadensumme auf rund zwei Millionen Franken. Personen kamen keine zu Schaden.

In Herisau, Tobel und Lutzenberg mussten insgesamt acht Personen aus Häusern evakuiert werden, wie die Staatskanzlei heute mitteilte. Die Feuerwehren mussten überflutete Keller und Garagen auspumpen.

Noch sind in Ausserrhoden die Gefahren des Dauerregens nicht gebannt. Die Behörden werden die Gewässer und das Gelände weiter beobachten. Die Umfahrungsstrasse bei Teufen und die Kantonsstrassen Trogen-Landmark, Oberegg-Schachen-Reute und Landscheide-Risi in Schwellbrunn waren heute Nachmittag noch immer gesperrt.

Wegen Erdrutschen waren auch die Bahnstrecken Gais-Teufen, Wienacht-Heiden und Rheineck-Walzenhausen noch gesperrt. Auf diesen Strecken verkehren Ersatzbusse, wie es heisst. Zwischen Freitagnacht und Sonntagmorgen fielen in Ausserrhoden teilweise bis zu 190 Millimeter Regen pro Quadratmeter.

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