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Gisela beschert der Schweiz eine stürmische Nacht

Das Sturmtief fegte mit Geschwindigkeiten bis zu 145 km/h über das Land. In den Bergen gab es erneut einige Zentimeter Neuschnee. Verschiedene Verkehrswege sind gesperrt.

Zugeschneit: Webcam-Still aus dem Obergesteln im Obergoms. (21. Januar 2012, 19.13 Uhr)
Zugeschneit: Webcam-Still aus dem Obergesteln im Obergoms. (21. Januar 2012, 19.13 Uhr)
Webcam obergoms.ch

Die Nacht auf heute ist in der Schweiz dank dem Sturmtief Gisela turbulent gewesen. Auf den Bergen gab es Orkanböen. Am stärksten blies der Nordwestwind auf dem Pilatus und dem Säntis mit Böen von 140 bis 145 km/h, wie SF Meteo meldete. Aber auch auf den Jurahöhen wie dem Chasseral sowie auf Hügeln im Mittelland wie dem Bantiger oder dem Uetliberg und den Voralpengipfeln mit Napf und Hörnli tobte Gisela mit Böen von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde.

In den Tälern ging es auch stürmisch zu und her: Giswil in Obwalden und Altdorf am Urnersee meldeten Böen von über 80 Kilometern pro Stunde, in Herisau im Appenzellerland reichte es für knapp 90 km/h.

Turbulent ging es auch im Flachland zu und her: Hier wurden verbreitet Maximalböen von 60 bis 80 Kilometern pro Stunde erreicht. In der Region Olten und in St. Gallen gab es sogar 80 bis 85 km/h.

Eingeschneite Alpen

Tief verschneit präsentiert sich derzeit die Alpenregion. Zu den kräftigen Schneefällen von Freitag und Samstag sind in der Nacht auf Sonntag noch ein paar Zentimeter dazugekommen. Am Sonntagmorgen meldete das bündnerische Arosa 18 Zentimeter, Blatten im Wallis 13 Zentimeter und Andermatt in den Urner Alpen 6 Zentimeter Neuschnee.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnt vor erheblicher bis grosser Lawinengefahr. Entsprechend sind einige Verkehrswege gesperrt, und es herrschen verbreitet winterliche Strassenverhältnisse.

Am Sonntag fällt nur noch wenig Niederschlag. Vor allem die zentralen und östlichen Berge bekommen oberhalb von 800 Metern noch etwas Neuschnee dazu.

Der Westwind hat sein Maximum bereits in der Nacht auf Sonntag erreicht. Tagsüber bläst er im Flachland noch mässig bis stark weiter, während in der Höhe immer noch Sturmböen dabei sind. Zum Anfang der neuen Woche kommen weitere Störungen, es bleibt unbeständig.

Hohe Lawinengefahr

Im Kanton Graubünden war schon am Samstag viel Schnee gefallen. Segl-Maria verzeichnete 32 Zentimeter in 24 Stunden. Im Unterengadin war am Samstag die Strasse zwischen Brail und Zernez gesperrt. Auf zahlreichen weiteren Strassen im ganzen Kanton herrschte Schneekettenpflicht.Die Rhätische Bahn musste wegen starken Schneefalls den Bahnverkehr zwischen den Stationen Disentis und Tavanasa einstellen.

Bereits seit Donnerstag fällt in weiten Teilen des Wallis, am Alpennordhang, im Gotthardgebiet und von Nordbünden bis ins Samnaun viel Schnee. Besonders am Alpenhauptkamm und im Oberengadin sind an Nordhängen oberhalb von rund 2500 Metern über Meer bodennahe Schichten der Schneedecke schwach verfestigt. Zahlreiche Lawinenzüge sind mit Schnee gefüllt oder von früheren Lawinenabgängen ausgestrichen. Bereits gestern war die Lawinengefahr für dieses Gebiete auf Stufe 4 erhöht worden.

SDA/bru

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