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Ganz Europa versinkt im Schnee

Wegen der heftigen Schneefälle stranden Passagiere in Flughafen- und Bahnhofshallen. In England wurden die beiden wichtigsten Flughäfen geschlossen.

Abheben können nur wenige: Auch am Frankfurter Flughafen musste der Schnee von den Start- und Landepisten geschaufelt werden, hunderte Flüge fielen aus.
Abheben können nur wenige: Auch am Frankfurter Flughafen musste der Schnee von den Start- und Landepisten geschaufelt werden, hunderte Flüge fielen aus.
Reuters

Ungewöhnlich starke Schneefälle haben am traditionell besonders verkehrsreichen Wochenende vor Weihnachten europaweit für starke Einschränkungen im Flug-, Bahn- und Strassenverkehr gesorgt.

Besonders betroffen war Grossbritannien, wo der Flugverkehr am Samstag streckenweise komplett zum Erliegen kam. Der britische Wetterdienst registrierte den kältesten Dezember seit hundert Jahren.

Eine rekordverdächtige Kältewelle mit Temperaturen von bis zu minus 13 Grad führte in Grossbritannien zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen. Hunderte Autofahrer blieben im Schnee stecken, der Flugverkehr wurde zum Teil komplett eingestellt.

Heathrow und Gatwick geschlossen

Die beiden wichtigsten Flughäfen London-Heathrow und Gatwick wurden am Samstag geschlossen - 840'000 Flugpassagiere waren für das Wochenende erwartet worden.

In Frankfurt am Main fielen am Samstagmorgen 170 Flüge aus, bereits am Freitag waren 560 Verbindungen gestrichen worden. Die Lufthansa setzte wegen der erwarteten neuen Schneefälle einen Sonderflugplan in Kraft. Das bedeutet, dass zahlreiche Flüge innerhalb Deutschlands und Europas von und nach Frankfurt gestrichen werden, hiess es.

Warten in Amsterdam

In Amsterdam verbrachten etwa 3000 Passagiere die Nacht von Freitag auf Samstag im Flughafen, weil hunderte Flüge wegen des starken Schneefalls annulliert worden waren. In Brüssel mussten die Maschinen nach London, München und Amsterdam am Boden bleiben, zahlreiche Verbindungen waren verspätet, darunter nach Rom.

Auch auf den Schweizer Flughäfen mussten sich hunderte von Passagiere in Geduld üben. In Zürich wurden am Samstag 38 ankommende und 31 startende Flüge annulliert, wie ein Flughafen-Sprecher auf Anfrage sagte.

Vor allem die Destinationen London und Frankfurt seien problematisch. Passagieren nach Frankfurt wurde empfohlen, den Zug zu nehmen. Reisende nach London müssten möglicherweise in einem Hotel in Zürich übernachten. Auch am EuroAirport in Basel und am Flughafen Genffielen zahlreiche Flüge aus.

Öffentliches Leben lahmgelegt

Auch in Teilen Italiens legten heftige Schneefälle das öffentliche Leben lahm. Die Flughäfen in der Toskana wurden geschlossen, der Zugverkehr kam zum Stillstand, zahlreiche Autofahrer blieben in den Schneemassen stecken und mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen.

Freiwillige versorgten die Autofahrer mit Decken und heissen Getränken, viele hatten ihre Fahrzeuge aber einfach stehen gelassen und sich auf den Weg zu den nächsten Ortschaften gemacht.

Zugverkehr lahmgelegt

Am Bahnhof Florenz war der Zugverkehr lahmgelegt, knapp 5000 gestrandete Passagiere wurden in einem nahegelegenen Kongresszentrum untergebracht. Selbst in Rom, Neapel und auf der Mittelmeerinsel Capri schneite es.

Auch auf der Schiene und im Wasser kam es zu Behinderungen. Der Eurostar zwischen England und Frankreich konnte nur mit gedrosseltem Tempo fahren, die Fähren fuhren nur noch nach einem eingeschränkten Fahrplan.

Unfälle auf den Strassen

Während weite Teile Europas im Schnee versanken, hatten Autofahrer in Frankreich vor allem mit Eisglätte zu kämpfen. Auf den Strassen im Nordosten des Landes ging am Samstag abschnittsweise nichts mehr. Auf den Autobahnen kam es auf eisglatter Fahrbahn zu zahlreichen Unfällen. Auch der Busverkehr kam wegen glatter Strassen teilweise zum Erliegen.

SDA/ske

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