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Freiburger Justiz ermittelt gegen Pfadiführer

Ein Unfall in einem Lager im August, bei dem ein 13-Jähriger starb, hat ein juristisches Nachspiel für einen Leiter. Er hatte die Jugendlichen in Gruppen auf eine 48-stündige Wanderung gelassen.

Die Freiburger Behörden haben gegen den Leiter eines Pfadilagers eine Strafuntersuchung eingeleitet. In dem Lager stürzte Anfang August ein 13-jähriger Knabe zu Tode.

Zunächst ermittelten die Behörden gegen Unbekannt, nun steht der Lagerleiter im Zentrum. Gegen ihn wurde formell eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung eröffnet, wie die Freiburger Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie wird nun den Angeschuldigten und allfällige weitere Beteiligte befragen.

Das Pfadilager mit Kindern aus der Region Biel hatte seine Zelte bei Grandvillard aufgeschlagen. Auf dem Lagerprogramm stand Anfang August eine 48-stündige Wanderung. Diese sollten die Pfadfinder in kleineren Gruppen unternehmen.

Gruppenchefs erarbeiteten Route

Die jugendlichen Gruppenchefs erarbeiteten eine Route, die sie dem Lagerleiter zur Genehmigung vorlegten. Die Gruppe mit dem 13- jährigen Knaben kam rasch vom vorgesehenen Weg ab und nahm schliesslich Kurs auf den 2374 Meter hohen Gipfel der Pointe de Paray, einen Berg, den Bergführer besonders bei schlechtem Wetter für anspruchsvoll halten.

Die Nacht verbrachte die Gruppe an der Bergflanke auf Felsen. Am nächsten Morgen stiegen die Jugendlichen ab, auf der Suche nach einer besseren Route. Weil es am Vortag geregnet hatte, war das Gelände rutschig.

Gegen 8.30 Uhr rutschte der 13-Jährige an einer steilen Böschung rund vier Meter ab und schlug schliesslich auf einem Felsen auf. Die Retter konnten ihn nur noch tot bergen.

SDA/miw

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