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Frauenfeindliche Vandalenakte in Genf

Unbekannte beschädigten Strassenschilder mit Frauennamen und symbolische Plakate zum Jahrestag des Frauenstimmrechts.

Frauen demonstrieren in Genf gegen Gewalt. (Keystone/Jean-Christophe Bott/Archiv)
Frauen demonstrieren in Genf gegen Gewalt. (Keystone/Jean-Christophe Bott/Archiv)

In Genf beschädigten Unbekannte Strassenschilder mit Frauennamen und eine Plakatausstellung, die dem vor 60 Jahren eingeführten Frauenstimmrecht der Genferinnen gewidmet ist. Die Stadt verurteilte die Taten und kündigte eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung an.

Die Ausstellung im Park des Bastions zeigt Plakate, welche die Stimmberechtigten in Genf dazu aufriefen, am 6. März 1960 Ja zum Frauenstimmrecht zu sagen. Mehrere dieser Plakatschilder wurden mit diskriminierenden Tags verschmiert und beschädigt, wie die Stadt Genf am Mittwoch mitteilte. Ausserdem wurden rund dreissig Strassenschilder abgerissen, die die Namen von Frauen tragen.

Die Stadtregierung verurteilte die «boshaften Taten» und kündigte an, Strafanzeige einzureichen. Für die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno symbolisieren solche Vandalenakte «die ganze Schwierigkeit der Frauen, gleich wie die Männer behandelt zu werden». Sie zeigten zudem klar die Notwendigkeit, weiter gegen Diskriminierungen zu kämpfen.

Die Stadt Genf führt seit rund 13 Jahren symbolische Aktionen durch, um die Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft zu fördern. Anfang Jahr hat sie als erste Stadt überhaupt Verkehrsschilder installiert, auf denen Frauen abgebildet sind.

(SDA)

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