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Franzose blendet Piloten mit Laserstrahl

Ein 20-jähriger Mann trieb mit Piloten der Air France ein lebensgefährliches Spiel. Dass es nicht zu einem tödlichen Unfall kam, ist ein glücklicher Zufall.

Opfer von Laserattacken: Die Fluggesellschaft Air France.
Opfer von Laserattacken: Die Fluggesellschaft Air France.
Keystone

Ein junger Franzose ist zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden, weil er mehrere Flugzeugpiloten mit einem Laserstrahl geblendet und dadurch Menschenleben in Gefahr gebracht hat. «Das war ein Spiel, mir war nicht klar, dass es die Piloten so sehr stören könnte», zitierte die französische Tageszeitung «Le Parisien» den 20-jährigen Klempner am Mittwoch.

Die Anklagebehörde hatte geltend gemacht, dass der junge Mann den Laser an sich selbst ausprobiert und sich geblendet hatte – «er wusste also sehr genau, wie gefährlich das sein kann». Zudem habe der Angeklagte, der laut «Parisien» wegen Diebstahls mehrfach vorbestraft ist, absichtlich etliche Autofahrer mit seinem Laserstift geblendet, bevor er zu Piloten übergegangen sei.

Heikle Phase in der Landung

Ein Rechtsanwalt der französischen Fluggesellschaft Air France hatte bei dem Gerichtstermin am Dienstag gesagt, zwischen September und April hätten sich 21 Air-France-Piloten beschwert, beim Landeanflug in Paris, Marseille und Toulouse mit einem Laserstrahl geblendet worden zu sein. «Die Landung ist eine entscheidende Phase, und es sind schon Flugzeuge wegen kleinerer Sachen abgestürzt», mahnte Anwalt Maxime Malka.

Nach Angaben der französischen Luftfahrtaufsicht wurden seit Jahresanfang bereits rund vierhundert Zwischenfälle dieser Art gemeldet.

AFP/mrs

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