Föhnsturm bringt turbulentes Wetter

Der Föhn bringt Sahara-Staub in die Schweiz. Mitte Woche erwarten Meteorologen Sturmböen von über 100 km/h in den Alpentälern.

Wer konnte, pilgerte dieses Wochenende an die Sonne. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Wer konnte, pilgerte dieses Wochenende an die Sonne. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Wer kann, soll das angenehme, milde Wetter noch geniessen. Denn Mitte Woche wird es in Sachen Wetter turbulent.

Wie MeteoNews mitteilt, liegt die Schweiz zwischen einer Zone tiefen Luftdrucks über dem Nordatlantik, einem Tief über Nordafrika und einem umfangreichen Hochdruckgebiet über Osteuropa. Dadurch hat sich über den Alpen eine Südföhnlage eingestellt. Sie wird in den kommenden Tagen noch zulegen und dürfte am Mittwoch sowie am Donnerstag ihr Maximum erreichen.

In den Alpentälern ist mit Sturmböen zu rechnen, beispielsweise im Urnerland sind Böenspitzen über 100 km/h denkbar. Der Föhn sorgt denn auch dafür, dass das Temperaturniveau sehr hoch ist. So sanken die Temperaturen beispielsweise in Meiringen und in Altdorf vergangene Nacht nicht unter 17 Grad. Zudem wurden mit Böenspitzen um 80 km/h bereits Sturmböen registriert.

Durch den vielen Saharastaub in den höheren Luftschichten, bilden sich häufig deutlich mehr Wolken als die Wettermodelle dies berechnen. Dies war gestern Ostersonntag der Fall, und auch heute Ostermontag ist der Himmel vielerorts alles andere als blau, wie MeteoNews berichtet. Die meisten Wolken dürften die Schweiz am Dienstag erreichen. Am Mittwoch sowie am Donnerstag scheint zumindest in den östlichen Landesteilen wieder öfters die Sonne.

Es bleibt vorerst warm

Dennoch ist es in diesen Tagen weiterhin warm, die Temperaturen erreichen am Ostermontag 19 bis 23 Grad, am Dienstag werden 19 bis 21 Grad erreicht und am Mittwoch und Donnerstag liegen die Höchstwerte bei 21 bis 23 Grad. In den Alpentälern ist mit Föhnunterstützung zum Teil noch das ein oder andere Grad mehr möglich, selbst ein Sommertag ist nicht ganz ausgeschlossen.

Für die 25-Grad-Marke bräuchte es allerdings sowohl Föhn wie auch ausreichend Sonnenschein. An das Temperaturniveau von April 2018, als lokal fast 30 Grad gemessen wurden, reicht es dieses Jahr bei Weitem nicht heran.

Kaltfront im Anmarsch

Auf der Alpensüdseite hingegen beginnen sich am Montagabend die Wolken am Alpenhauptkamm zu stauen, in der zweiten Nachthälfte setzen Niederschläge ein, die bis am Donnerstag anhalten können. In Summe sind speziell im Tessin verbreitet 50 bis 80, lokal bis über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zu erwarten.

Am Donnerstag lässt der Föhn dann allmählich nach, und von Westen überquert uns in der Nacht auf Freitag eine Kaltfront. Sie bringt verbreitet kräftige Regengüsse, die Schneefallgrenze sinkt unter 1500 Meter und es erfolgt ein Temperatursturz von gut 10 Grad.

TA

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