Zum Hauptinhalt springen

Flucht vor Hurrikan – Flugpreise steigen rasant

Viele Einwohner Floridas wollen die Gefahrenzone von Hurrikan Irma verlassen, doch die Airlines schrauben die Preise hoch. Auch Touristen sind betroffen.

Wer weg will, muss tief in die Tasche greifen: Eine Boeing 757 startet von Tampa, Florida. (Archivbild)
Wer weg will, muss tief in die Tasche greifen: Eine Boeing 757 startet von Tampa, Florida. (Archivbild)
Keystone

Mit voller Wucht hat Wirbelsturm Irma am Mittwoch in der Karibik erstmals Land erreicht und zieht nun weiter in Richtung Florida. Der Hurrikan wird als extrem gefährlich eingestuft und erreicht in der Skala die höchste Kategorie 5. Kein Wunder, dass viele Menschen schnell die Flucht ergreifen wollen. Wer aber dieser Tage einen Flug ab Florida buchen will, muss gutbetucht sein.

So erschrak John Lyons, ein 53-jähriger Vater aus Connecticut, als er für seine Tochter aus Miami einen Flug nach Hause bei American Airlines buchen wollte. Am Montagabend lag der Preis noch bei 159 Dollar. Bis am Dienstag schnellte er dann auf 1020 Dollar. «Ich hatte fast einen Herzinfarkt», sagt Lyons zu «Yahoo Finance». Er betonte, er habe bereits in der Vergangenheit solche Flüge von und nach Florida gebucht, aber noch nie einen derart hohen Preis bezahlt – auch nicht Last Minute.

«Wir haben unsere Tarifstrukturen nicht verändert, dafür haben wir einige Extra-Flüge in den Plan aufgenommen, um Passagiere aus der Gefahrenzone zu holen», so eine Sprecherin von American Airlines.

«Es stehen Menschenleben auf dem Spiel»

In den sozialen Medien ist der Aufschrei gross. So bieten auch andere grosse Fluggesellschaften Flüge ab 1000 Dollar und aufwärts ab Florida an. «Da wird mir buchstäblich schlecht. Ein unmögliches Verhalten. Es stehen Menschenleben auf dem Spiel», so Lyons.

Eine Facebook-Userin postet ein noch extremeres Beispiel der Delta Air Lines: Der Preis für ein Ticket von Miami nach Phoenix sei von 547,50 Dollar auf 3258,50 Dollar angepasst worden. «Schäm dich, Delta!», schreibt die Frau dazu.

Weitere Fälle zeugen von immensen Preiserhöhungen. «Eine Schande», schimpft ein Twitterer aus Orlando und schreibt mit seinem Tweet auch die Medien an.

Bei Swiss keine Auffälligkeiten

Die Swiss beobachte keine Auffälligkeiten im Buchungsverhalten der Kunden, wie die Fluggesellschaft mitteilt. Die Flüge werden bislang planmässig durchgeführt. «Wir beobachten die Wettersituation kontinuierlich und würden im Bedarfsfall umgehend entsprechende Änderungen im Flugplan vornehmen», schreibt Swiss.

Auch wer bereits abgereist ist, kann im von Hurrikan Irma betroffenen Gebiet umbuchen. (Bild: Keystone/Christian Beutler)
Auch wer bereits abgereist ist, kann im von Hurrikan Irma betroffenen Gebiet umbuchen. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Die Swiss bietet aus Kulanzgründen eine einmalige kostenlose Umbuchung an für Ziele wie Miami, aber auch Tampa, Orlando, Havanna, Varadero und Punta Cana, wie das Unternehmen schreibt. Die Tickets müssen durch eine Gesellschaft der Lufthansa Group (Swiss, Lufthansa, Austrian, Eurowings, Brussels Airlines) und vor dem 6. September 2017 für die Reisezeit vom 6.-11. September ausgestellt worden sein. Die Umbuchungsperiode liegt zwischen dem 12. September und 12. Oktober.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch