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Feuerwehr entdeckt verkohlte Leiche nach Waldbränden

Griechenland hat die Flammen unter Kontrolle gebracht. Die Behörden nahmen zwei Bienenzüchter als mutmassliche Brandstifter fest.

Noch kann keine Entwarnung gegeben werden: Starke Winde entfachen neue Feuer. (17. Juli 2015)
Noch kann keine Entwarnung gegeben werden: Starke Winde entfachen neue Feuer. (17. Juli 2015)
AFP Photo / Aris Messinis
Ein Polizist kam bei den Waldbränden ums Leben. (17. Juli 2015)
Ein Polizist kam bei den Waldbränden ums Leben. (17. Juli 2015)
AP Photo/Petros Giannakouris
Der Rauch zieht Kilometer weit bis zur griechischen Hauptstadt.  (17. Juli 2015)
Der Rauch zieht Kilometer weit bis zur griechischen Hauptstadt. (17. Juli 2015)
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Bei den Waldbränden in Griechenland ist ein Mann ums Leben gekommen, wie ein Sprecher der griechischen Feuerwehr mitteilte. Die verkohlte Leiche des Mannes wurde auf dem Berg Immitos im Osten der Stadt Athen entdeckt.

Die Polizei vermutet, dass es sich um einen seit Freitag vermissten 47-Jährigen Mann handle. Er habe an den Löscharbeiten auf dem Berg Imittos im Osten der griechischen Hauptstadt teilgenommen und habe sich seit Freitag nicht mehr bei seiner Familie gemeldet, berichtete das Staatsradio.

Festnahmen wegen Brandstiftung

Wegen des Waldbrands am Rande von Athen wurden zwei 58 und 67 Jahre alte Männer festgenommen, ein Grieche und ein Bulgare. Die Bienenzüchter hatten offenbar Feuer an ihren Bienenstöcken gelegt, um die Insekten auszuräuchern und Honig ernten zu können.

Die Staatsanwaltschaft muss nun entscheiden, ob Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen werden. Nach einem Hilferuf von Ministerpräsident Alexis Tsipras kündigte Frankreich Unterstützung an. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris sollen zwei Lösch- und ein Aufklärungsflugzeug nach Griechenland geschickt werden. Athen liess Einheiten des Heeres und der Luftwaffe mobilisieren.

Flammen unter Kontrolle

Die Flammen seien derweil unter Kontrolle gebracht worden und bewohntes Gebiet sei nicht mehr bedroht, hiess es am Samstag. Die Gefahr für ein Wiederaufflammen bleibe aber gross. Im Süden des Landes wurden erneut starke Winde erwartet.

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, waren in den vergangenen 24 Stunden landesweit 79 Brände ausgebrochen. Die grössten davon loderten im Osten der Hauptstadt Athen und auf dem Süden der Halbinsel Peloponnes.

Flora und Fauna in Gefahr

Das griechische Fernsehen zeigte Videos aus der südgriechischen Kleinstadt Neapolis. Die Flammen haben dort mehrere Häuser und Autos zerstört. Zudem seien nach ersten Schätzungen der Stadtbehörden Hunderte Nutz- und Wildtiere verendet und Tausende Bäume, vor allem Oliven- und Orangenpflanzungen, verbrannt.

In einem anderen Bericht wurde das dramatische Manöver des Piloten eines Löschhelikopters gezeigt, um einen Absturz abzuwenden. Der Helikopter wurde von starken Feuersturm-Winden beim Versuch erfasst, Wasser in der Nähe einer von den Flammen bedrohten Tankstelle nahe der Stadt Neapolis auf der Halbinsel Peloponnes abzuwerfen.

Wasserlandung in letzter Sekunde

Der Helikopter wurde von den Sturmwinden nach unten gedrückt und geriet ins Trudeln. Regelrecht in letzter Sekunde warf der Pilot die Wasserladung ab. Der Helikopter gewann wieder an Höhe und konnte stabilisiert werden, wie im Video zu sehen ist.

In Athen konnten Tierfreunde Dutzende Hunde und andere Tiere im letzten Moment aus einem Tierheim in Ostathen retten. Tierschützer bedankten sich am Samstag bei allen Autofahrern, die angehalten und Tiere in ihre Autos geladen hatten, um sie in Sicherheit zu bringen.

SDA/dia

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