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Fall Kneubühl: Polizei prüft Hinweise

Vom 67-jährigen Bieler Peter Hans Kneubühl fehlt weiterhin jede Spur. In seinem Wohnquartier blieb es in der Nacht auf Sonntag erneut ruhig.

Grossaufgebot: Auch am Samstag war die Polizei im Lindenquartier präsent.
Grossaufgebot: Auch am Samstag war die Polizei im Lindenquartier präsent.
Keystone

Der schiesswütige Rentner von Biel bleibt weiterhin unauffindbar: Auch am Sonntagmorgen sucht die Polizei noch immer nach dem 67-jährigen Peter Hans Kneubühl, der einen Polizisten angeschossen hat. Der Mann war den Sicherheitskräften seit Donnerstag zwei Mal entwischt.

Die Nacht sei ruhig gewesen, sagte Franklin Cooper von der Regionalpolizei Seeland-Berner Jura der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Im Moment gebe es keine Neuigkeiten. «Wir sind jedoch daran, verschiedene Hinweise zu überprüfen», fügte Cooper an. Aus Sicherheitsgründen könne er jedoch keine Details bekanntgeben.

In der Nacht auf Freitag hatte der Gesuchte ein zweites Mal auf die Polizei geschossen - und ist ihr ein zweites Mal entwischt. Die Kritik am Polizeieinsatz wird in der Bevölkerung immer lauter.

Behörden wollten ihn zum Psychiater schicken

Kneubühl hatte sich am Mittwoch in seinem Haus im Lindenquartier verschanzt, weil er sich gegen die Zwangsversteigerung der Liegenschaft wehrt. Er ist den Behörden als Querulant bekannt. Der Regierungsstatthalter wollte ihn zur Begutachtung einem Psychiater überweisen. In der Nacht auf Freitag hatte der Gesuchte ein zweites Mal auf die Polizei geschossen - und ist ihr ein zweites Mal entwischt.

In der Nacht auf Donnerstag verliess der Rentner plötzlich sein Haus und schoss auf die dort stationierten Polizisten. Einer von ihnen wurde schwer am Kopf verletzt. Der bewaffnete Rentner konnte entkommen. Am Donnerstag durchsuchten Polizisten das Haus des Täters. Befürchtungen, dass Kneubühl dort Sprengstoff versteckte, bewahrheiteten sich nicht.

Jahre lang Vorbereitungen getroffen

In der Nacht auf Freitag tauchte der Rentner plötzlich wieder im Lindenquartier auf und schoss aus grösserer Distanz auf die Polizei. Diese erwiderte das Feuer. Verletzt wurde dabei niemand.

Der Flüchtige hat offenbar während Jahren Vorkehrungen für den bewaffneten Konflikt mit der Polizei getroffen. Er war sogar bereit zu sterben, wie die Polizei am Samstag neueste Erkenntnisse vor den Medien erläuterte.

SDA/miw

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