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Evakuierung des festgefrorenen Antarktis-Schiffs verzögert sich

Auch der zweite Eisbrecher musste seinen Rettungsversuch abbrechen. Und die Helikopter-Evakuierung der 74 Menschen an Bord der Akademik Shokalskiy verzögert sich ebenfalls.

Musste sich durch meterdickes Eis rackern: Der chinesische Schneedrachen. (7. Januar 2014)
Musste sich durch meterdickes Eis rackern: Der chinesische Schneedrachen. (7. Januar 2014)
Keystone
Befindet sich in Sydney und soll den Chinesen und Russen zu Hilfe eilen: Die Polar Star. (Archivaufnahme)
Befindet sich in Sydney und soll den Chinesen und Russen zu Hilfe eilen: Die Polar Star. (Archivaufnahme)
US-Küstenwache, Reuters
Auch Pinguine begegnen den Forschern auf der Expedition.
Auch Pinguine begegnen den Forschern auf der Expedition.
Blog Intrepid Science von Chris Turney
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Die 74 seit Dienstag in der Antarktis feststeckenden Forscher und Touristen werden das Neue Jahr vermutlich auf ihrem Schiff «Akademik Schokalskij» erleben: Nach zwei gescheiterten Versuchen, ihr Schiff mit Eisbrechern aus dem Packeis zu befreien, musste auch ihre geplante Evakuierung mit Hubschraubern heute zunächst verschoben werden, wie die australische Schifffahrtsbehörde AMSA mitteilte.

«Der Helikopter kann unter den derzeitigen Wetterbedingungen nicht fliegen», hiess es in einer Erklärung. Ein Start des Hubschraubers sei erst möglich, wenn sich das Wetter bessere, was erst für den morgigen Tag erwartet werde, hiess es weiter. In den vergangenen Tagen mussten ein chinesischer und ein australischer Eisbrecher wenige Seemeilen vor der unter russischer Flagge fahrenden «Akademik Schokalskij» abdrehen, weil das Eis zu dick geworden war. Das chinesische Schiff befindet sich aber weiter in der Nähe – von ihm soll der Rettungshubschrauber starten, sobald es die Wetterbedingungen zulassen.

Wetterumschwung schob Eis zusammen

Ein Gefahr für die Abenteurer und Forscher bestehe aber nicht, teilte das russische Aussenamt mit. Allen Menschen an Bord gehe es gut und es seien ausreichend Vorräte vorhanden. Die Wissenschaftler und Touristen aus Australien, Neuseeland und Grossbritannien stecken seit Heiligabend rund hundert Seemeilen (185 Kilometer) von dem französischen Antarktis-Stützpunkt Dumont d'Urville entfernt fest.

Die Expedition folgt einer Route, die Antarktis-Pionier Douglas Mawson vor einem Jahrhundert entdeckt hatte, und fror auf dem Rückweg nach Australien fest. Ein Wetterumschwung samt Schneesturm schob die Eisschollen zusammen, so dass das Schiff nicht weiterkam. Der nächstgelegene australische Hafen liegt 1500 Seemeilen entfernt.

SDA/wid

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