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«Es ist erschreckend und abstossend»

Wie ist es, sich ein Jahr lang mit einer Mutter zu treffen, die ihre drei Kinder eigenhändig getötet hat? «Magazin»-Reporter Mathias Ninck hat den Fall Horgen aufgerollt.

«Als sie die Tötungen schilderte, war ich fix und fertig.» «Magazin»-Reporter Mathias Ninck im Gespräch mit einer Informantin.
«Als sie die Tötungen schilderte, war ich fix und fertig.» «Magazin»-Reporter Mathias Ninck im Gespräch mit einer Informantin.
Tom Kawara

Für Ihre Recherche zum Fall Horgen haben Sie sich viele Male mit der Frau getroffen, die ihre eigenen Kinder getötet hat. Wie war es, erstmals diese Person zu treffen?

Die erste Begegnung war aufregend in jeder Hinsicht. Ich habe nicht gewusst, was mich erwartet. Ich wusste nicht viel über sie, ich war nicht am Prozess vor dem Geschworenengericht gewesen. Sie war praktisch eine Unbekannte für mich. Als Journalist wusste ich, dass es spannend und vielversprechend ist, so jemanden zu treffen. Zugleich war es auch nicht einfach, insbesondere als Vater. Meine 16-jährige Tochter fragte: «Wie kannst du nur?» Die Zehnjährige sagte, sie wolle gar nichts über den Fall hören.

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