«Es bleiben noch Kinder zum Überfahren übrig»

Ein kleines belgisches Dorf hat ein Problem mit Rasern. Die Bürger wollen den Behörden Beine machen und haben eine Schock-Kampagne ins Leben gerufen.

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Die belgische Nationalstrasse 62 führt mitten durch das beschauliche Dorf Julémont nahe der Grenze zu Deutschland. Dass viele Autofahrer die Tempolimite nicht einhalten, brigt die Anwohner derart in Rage, dass sie eine Bürgerbewegung gegründet haben. Offenbar wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit immer wieder gesenkt, doch das nützt nichts, wie die luxemburgische zeitung «L'essentiel» schreibt.

Zunächst sei die Limite von 90 auf 70 Kilometer pro Stunde gesenkt worden, später auf 50. Doch jeder zweite Autofahrer fahre 90 oder mehr, sagt ein Anwohner. «Wir fordern schon seit Jahren Verbesserungen auf dieser Strecke. Zum Beispiel das Aufstellen von Tempo-50-Schildern.»

«Sie können beschleunigen»

Die Bürgervereinigung hat nun eine Schock-Kampagne gestartet, um die Behörden zum Handeln zu bewegen. «Es bleiben noch Kinder zum Überfahren übrig, Sie können beschleunigen», steht auf Tafeln, die sie am Ortseingang aufgestellt hat.

Mitten durch das kleine Dorf Julémont führt eine vielbefahrene Strasse. Karte: Google

oli

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