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Entlassungen nach Mord bei Gay Pride

Nach der Ermordung einer 16-Jährigen bei einer Homosexuellen-Parade in Jerusalem zieht die Polizei personelle Konsequenzen.

Ein orthodoxer Jude hat in Jerusalem Teilnehmer einer Schwulen- und Lesbenparade attackiert. (30. Juli 2015)
Ein orthodoxer Jude hat in Jerusalem Teilnehmer einer Schwulen- und Lesbenparade attackiert. (30. Juli 2015)
Sebastian Scheiner, Keystone
Er stach mit einem Messer auf seine Opfer ein.
Er stach mit einem Messer auf seine Opfer ein.
Sebastian Scheiner, Keystone
Die israelischen Behörden sprechen von einem «schrecklichen Hassverbrechen».
Die israelischen Behörden sprechen von einem «schrecklichen Hassverbrechen».
Sebastian Scheiner, Keystone
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Sechs ranghohe Beamte sollen nach dem Mord an einer Jugendlichen bei einer Gay-Pride in Jerusalem ihre Posten verlieren, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte.

Der religiöse Fanatiker Jischai Schlissel hatte bei der Parade Ende Juli die 16-jährige Schira Banki niedergestochen, die wenige Tage später ihren Verletzungen erlag. Mehrere weitere Teilnehmer der Parade hatte der 39-Jährige verletzt. Der ultraorthodoxe Jude muss sich wegen Mordes und schwerer Körperverletzung verantworten.

Kritik am Verhalten der Sicherheitskräfte

Schon 2005 hatte er bei der Gay Pride Parade in Jerusalem mit einem Messer drei Menschen verletzt. Kurz vor seiner Wiederholungstat war er nach einer zehnjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden.

In Israel war scharfe Kritik am Verhalten der Sicherheitskräfte laut geworden, weil es dem einschlägig Vorbestraften trotz erneuter Drohungen gelungen war, bis zu dem Umzug durch die Innenstadt vorzudringen. Eine interne Untersuchung hatte erhebliche Versäumnisse bei den Sicherheitsbehörden enthüllt.

SDA/pat

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