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Eine Mieterin erhält 230'000 Franken zurück

Eine Genfer Vermieterin verlangte jahrelang zu viel Miete. Für eine Vierzimmerwohnung berechnete sie monatlich 3800 statt 1216 Franken.

Der Wohnungsmarkt in Genf ist seit Jahren angespannt: Ein Immobilienanzeiger vor einer Häuserzeile in Genf. (Archivbild Keystone)
Der Wohnungsmarkt in Genf ist seit Jahren angespannt: Ein Immobilienanzeiger vor einer Häuserzeile in Genf. (Archivbild Keystone)

Mehr als sieben Jahre lang hat eine Mieterin für ihre Genfer Wohnung zu viel bezahlt. Wie die «Tribune de Genève» unter Berufung auf den Westschweizer Mieterverband (Asloca) berichtet, muss die Vermieterin nun gut 230'000 Franken zu viel bezahlte Miete zurückzahlen.

Die Vermieterin der Wohnung hat 2005 einen Mieterwechsel zum Anlass genommen, die Wohnung zu renovieren und in der Folge den Mietpreis zu erhöhen. Während der Vormieter monatlich 1019 Franken bezahlte, kostete die Wohnung für die Nachmieterin 3800 Franken pro Monat.

Renovation nicht gemeldet

Bei der Mietpreiserhöhung hatte die Vermieterin aber das Genfer Abriss-, Umbau- und Renovationsgesetz ausser Acht gelassen. Dieses verlangt die Meldung von Renovationen an den Kanton, welcher anschliessend den Mietpreis für die nächsten drei Jahre festlegt.

Ans Licht kam die Mietzinserhöhung 2010, als der Kanton Kenntnis von den Renovationsarbeiten nahm und die Miete auf 1216 Franken pro Monat festlegte. Am Ende landete der Fall vor dem Bundesgericht: Dieses hat im Februar nun entschieden, dass die Vermieterin die während sieben Jahren zu viel bezahlte Miete zurückzahlen muss.

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