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«Ein sympathischer Multimillionär»

Der Megaupload-Megamann Kim Schmitz hat schon bessere Zeiten erlebt – etwa als Gast in der Show von Harald Schmidt.

Internetunternehmer Kim Schmitz im lockeren Gespräch mit Harald Schmidt. (Quelle: Youtube/Sat1)

Kim Dotcom alias Kim Schmitz, der in Neuseeland in Haft sitzt, ist ein Meister der Selbstinszenierung. Dies hat der Internetunternehmer und Gründer der Tauschplattform Megaupload regelmässig bewiesen, etwa bei öffentlichen Auftritten. Typisch ist zum Beispiel die Show des einstigen «Wunderkindes der New Economy» in einer Sendung des Entertainers Harald Schmidt vor elf Jahren.

Denkwürdiger Auftritt

Kim Schmitz stellte sich als erfolgreicher und innovativer Unternehmer dar, der Arbeitsplätze schafft und Deutschland technologisch vorantreibt, obwohl er schon damals ernsthafte Probleme mit der Justiz hatte. «Ein sympathischer Multimillionär», hatte «Dirty Harry» bereits zu Beginn des Talks mit Kim Schmitz gespöttelt. Aus heutiger Sicht ist es ein denkwürdiges Videodokument, das auf Youtube zu finden ist.

Trotz mehrerer Verurteilungen delinquierte Kim Schmitz weiter, und er kam zu grossem Reichtum. Allerdings ist das Leben in Saus und Braus vorerst zu Ende. Im vergangenen Monat ist der Chef der Internet-Tauschplattform Megaupload in Neuseeland verhaftet worden. Gemäss der US-Justiz war Megaupload ein Umschlagplatz für Raubkopien von Musik und Kinohits. Die Betreiber hätten die massiven Urheberrechtsverletzungen nicht nur gefördert, sondern auch selbst mindestens 150 Millionen Dollar daran verdient, lautet der Vorwurf. Bei einem Schuldspruch drohen Schmitz bis zu 20 Jahre Haft.

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