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Ein ganzes Land im Dunkeln

Ein landesweiter Stromausfall hat Bangladesh lahmgelegt. Die Reparatur des Systems dürfte noch Stunden dauern.

Bangladesh ist eines der am schlechtesten mit Energie versorgten Länder weltweit: Ein Fischhändler beleuchtet seinen Stand mit Kerzen. (1. November 2014)
Bangladesh ist eines der am schlechtesten mit Energie versorgten Länder weltweit: Ein Fischhändler beleuchtet seinen Stand mit Kerzen. (1. November 2014)
AFP

Ursache für den Stromausfall vom Samstag war eine Panne an einer Hochspannungsleitung, über die Bangladesh Strom aus dem benachbarten Indien bezieht. Nach stundenlangen Bemühungen um die Fehlerbehebung teilten die Behörden am Samstagabend (Ortszeit) mit, die Reparatur des Systems werde noch mindestens zwölf weitere Stunden dauern.

Bangladesh importiert seit einem Jahr über eine 400-Kilovolt-Leitung Strom aus dem indischen Unionsland Westbengalen. Der Direktor des für das Stromleitungsnetz zuständigen Staatsunternehmens, Masum-Al-Beruni, sagte, die Panne in der Stromleitung aus Indien habe eine Serie von Ausfällen im gesamten Netz nach sich gezogen. Aus Unternehmenskreisen verlautete, Kraftwerke und Verteilerstationen hätten sich abgeschaltet.

Fabriken blieben geschlossen

Die Krankenhäuser der zehn Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Dhaka und der internationale Flughafen hatten mit Hilfe von Notgeneratoren Strom. Doch viele Unternehmen mussten ihre Mitarbeiter wegen des Blackouts nach Hause schicken. Bei Anbruch der Dunkelheit ging in Dhaka kaum ein Licht an. Nach Behördenangaben war es nur bei einigen strategischen Gebäuden wie Krankenhäusern, der Präsidenten- und Ministerpräsidenresidenz gelungen, die Stromversorgung wieder herzustellen.

Bangladesh ist eines der am schlechtesten mit Energie versorgten Länder weltweit. Mehr als ein Drittel der 166 Millionen Einwohner sind nicht an das Stromnetz angeschlossen, das als veraltet und schlecht gewartet gilt.

SDA/ldc

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