Zum Hauptinhalt springen

Ein Berner Modi ist die schönste Frau des Landes

In Lugano kämpften zwölf junge Frauen um die Miss-Krone. Die 20-jährige Handelsschülerin Alina Buchschacher aus Bern überzeugte Jury und Publikum.

Ein Tränchen der Rührung: Alina Buchschacher kann es noch nicht recht glauben.
Ein Tränchen der Rührung: Alina Buchschacher kann es noch nicht recht glauben.
Keystone
Macht auch knapp bekleidet eine gute Figur: Alina Buchschacher.
Macht auch knapp bekleidet eine gute Figur: Alina Buchschacher.
Keystone
Die letzten Drei: Alina Buchschacher posiert mit der Vize-Miss Julia Flückiger und der Drittplatzierten Ashley Balmer im Abendkleid (von links).
Die letzten Drei: Alina Buchschacher posiert mit der Vize-Miss Julia Flückiger und der Drittplatzierten Ashley Balmer im Abendkleid (von links).
Keystone
1 / 4

Die amtierende Miss Bern ist nun auch die schönste Frau des Landes: Alina Buchschacher aus Bern wurde am Samstagabend in Lugano zur neuen Miss Schweiz gewählt. Die 20-jährige Handelsschülerin mit den Rehaugen bezeichnet sich selber als typisches Berner Modi, das manchmal sehr langsam und gemütlich ist.

Ihr exotisches Aussehen, das beim Fernsehpublikum offensichtlich gut ankam, verdankt sie ihrer Mutter, die aus Trinidad und Tobago stammt. Nebst Bern fühlt sie sich denn auch der Karibik heimatlich verbunden. Zu haben ist die neue Schönheitskönigin nicht mehr. Seit einigen Monaten ist sie mit dem 19-jährigen Studenten Fabien zusammen.

In den kommenden 12 Monaten dürfte aber nicht nur ihr Freund etwas zu kurz kommen, sondern auch ihre grosse Leidenschaft, die Pferde. Buchschacher ist seit sieben Jahren begeisterte Dressurreiterin und trainiert seit zwei Jahren auch noch Springen.

Auf dem zweiten Platz landete die Psychologiestudentin Julia Flückiger (23) aus Stein am Rhein (SH) und auf dem dritten Platz Ashley Balmer, die 19-jährige Praxisassistenin aus Winkel (ZH).

Kandidatinnen beim Cervelat bräteln

In der Wahlshow, die vom Tessiner Moderatoren Matteo Pelli und der Ex-Vize-Miss Xenia Tchoumitcheva moderiert wurde, betonten die Kandidatinnen ihre typisch schweizerischen Werte wie Zuverlässigkeit und Zielstrebigkeit. Bei den Impressionen aus dem Missen-Camp in Zermatt präsentierten sich die jungen Frauen beim Skifahren, Wandern und Cervelats bräteln, wobei auch der Bernhardiner im Bild nicht fehlen durfte.

Weniger bodenständig war das Ergebnis beim Alltagstauglichkeitstest, den die Kandidatinnen bestehen mussten. Zwiebeln schneiden, eine Weinflasche öffnen oder Glacékugeln formen - für die Schönen offenbar unüberwindbare Hindernisse, an denen sie mit viel Gekicher scheiterten - und beim Publikum für viele Lacher sorgten.

Kerstin Cook setzt aufs Modeln

Buchschacher löst Kerstin Cook ab, die sich in nächster Zukunft aufs Modeln konzentrieren will. Gemäss eigenen Aussagen wurde sie bei den Miss Universe Wahlen in Brasilien von mehreren ausländischen Agenturen angesprochen. In nächster Zukunft wird Cook deshalb nach New York reisen und dort zum Sprung auf die Laufstege ansetzen.

So viel Glück hatte die Krienserin während ihres Jahres nicht immer. Schon kurz nach der Wahl prasselte Kritik von Tierschützern auf sie ein, weil sie ihr Kaninchen Jeannie einzeln hielt. Die Kritik ebbte erst ab, als sie versprach, ihrem Liebling einen Artgenossen zu kaufen. Dann entpuppte sich ihr Biologie-Studium an der Universität Oxford als Fernkurs an einer Privatschule, was ihr den Übernamen Miss Bschiss einbrachte.

Die Negativ-Schlagzeilen wirkten sich auf ihr Einkommen aus. Die 22-Jährige wurde vor allem in den ersten Wochen deutlich weniger gebucht als ihre Vorgängerinnen. Insgesamt verdiente Cook deshalb nur 350'000 Franken. Ihre Vorgängerin Linda Fäh schaffte 400'000 Franken, Christa Rigozzi gar eine halbe Million.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch