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Ebola-Verdacht nicht bestätigt

Die ersten Bluttests beim gestern eingelieferten Guineer sind negativ ausgefallen. Für weitere Fälle wäre das Universitätsspital Lausanne gut ausgerüstet.

Die Bluttests wurden im Hochsicherheitslabor durchgeführt: Das Universitätsspital Genf. (Archivbild)
Die Bluttests wurden im Hochsicherheitslabor durchgeführt: Das Universitätsspital Genf. (Archivbild)
Keystone

Gemäss ersten Laborergebnissen hat sich der Ebola-Verdacht bei einem jungen Guineer nicht bestätigt, teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit. Der Mann wurde gestern mit Ebola-Symptomen ins Universitätsspital Lausanne eingeliefert. Seine Blutproben wurden daraufhin im Hochsicherheitslabor des Genfer Universitätsspitals untersucht.

Um eine Erkrankung definitiv ausschliessen zu können, würden die Bluttests in den nächsten Tagen wiederholt, schreibt das BAG weiter. Der Guineer wird während der gesamten Inkubationszeit von maximal drei Wochen in Quarantäne im Spital bleiben müssen. Für die Bevölkerung besteht gemäss BAG nach wie vor keine Gefahr.

Spezialeinheit für ansteckende Krankheiten

Seitens des Uni-Spitals in Lausanne (CHUV) heisst es nur, man sei für Ebola-Fälle ausgerüstet. So verfügt das CHUV nebst einer Spezialeinheit für ansteckende Krankheiten auch über Isolierzimmer, die mit Ventilationssystemen ausgerüstet sind. Das Uni-Spital hat eine Taskforce eingerichtet, die eng mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zusammenarbeitet.

Der Jugendliche war am 17. September in der Asyl-Empfangsstelle Vallorbe VD angekommen und zwei Tage vorher aus Guinea ausgereist. In Vallorbe erklärte er, dass ein Mitglied seiner Familie an Ebola gestorben sei. Er wurde daraufhin umgehend zur Überwachung ins Spital St-Loup VD gebracht. Als er fiebrig wurde, wurde er gemäss den Kriterien des BAG als Ebola-Verdachtsfall eingestuft und unter allen erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen ins CHUV überführt.

Asylsuchende kaum ein Risiko

Beim BAG hält man es für praktisch ausgeschlossen, dass Asylsuchende aus Ländern, die von Ebola betroffen sind, die Krankheit in der Schweiz verbreiten. Flüchtlinge seien meist auf dem Landweg und entsprechend lange unterwegs, heisst es in einer Stellungnahme des BAG. Aus den Ebola-Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone gibt es keine Direktflüge in die Schweiz. Zudem sind in den betroffenen Flughäfen in Afrika mittlerweile Aussenkontrollen eingerichtet worden. Die Behörden der Grenzkontrolle stehen zudem bei Verdachtsfällen in Kontakt mit dem BAG. Bislang seien so vier Meldungen beim BAG eingegangen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Dabei sei es um insgesamt fünf Personen gegangen. Nur der junge Guineer galt schliesslich als Verdachtsfall. Das Bundesamt hat aber die Empfangsstellen und Asylzentren mit einem Merkblatt über das Vorgehen bei Verdachtsfällen orientiert.

Zudem erhielten Anfang September in der Schweiz lebende Angehörige aus von Ebola betroffenen Staaten einen persönlichen Brief. Darin wurden sie auf Infektionsrisiken und Schutzvorkehrungen bei einem möglichen Aufenthalt in ihrer Heimat aufmerksam gemacht sowie darüber informiert, dass Massnahmen erforderlich würden, sollten Landsleute sie in der Schweiz besuchen kommen.

SDA/phr/rar

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