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Drei Pannen in drei Tagen im AKW Fukushima

Die Pannenserie in der japanischen Atomanlage Fukushima reisst nicht ab: Aus einem unterirdischen Behälter ist vielleicht radioaktiv verseuchtes Wasser in den Boden gelangt. Die Gründe für die Lecks sind unklar.

Tepco nahm an einer Pressekonferenz Stellung: Das Gelände des AKW Fukushima in Japan.
Tepco nahm an einer Pressekonferenz Stellung: Das Gelände des AKW Fukushima in Japan.
Reuters

Die Pannenserie in der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima reisst nicht ab. Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco lief heute aus einem unterirdischen Sammelbehälter möglicherweise radioaktiv verseuchtes Wasser aus und versickerte im Boden.

Bereits am Wochenende hatte es zwei ähnliche Vorfälle gegeben. Tepco bekräftigte, mit einem Abfluss des verseuchten Wassers ins Meer sei nicht zu rechnen. Betroffen von dem möglichen Leck sei das unterirdisch gelegene Becken Nummer 1, in das verseuchtes Wasser aus dem schadhaften Becken Nummer 2 gepumpt wurde. Tepco habe dies jetzt gestoppt.

Zu den Gründen für die Lecks konnte ein Firmensprecher bei einer Medienkonferenz keine Angaben machen. Weitere Untersuchungen seien im Gange, sagte er.

Pannenserie

Nachdem in der Nacht zum Samstag nach Angaben des Betreibers womöglich bis zu 120 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Tank austraten, meldete der Konzern am Sonntag ein mögliches weiteres Leck in einem unterirdischen Sammelbehälter. In Wasserproben ausserhalb des Behälters wurden demnach radioaktive Werte gemessen.

Erst am Freitag war eines der Kühlsysteme für Abklingbecken für verbrauchte Brennstäbe für drei Stunden ausgefallen. Nach einer Überprüfung wurde die Anlage nach Angaben von Tepco wieder in Betrieb genommen. Mutmassliche Ursache seien technische Arbeiten gewesen. Im März waren vier Kühlbecken für 30 Stunden ausgefallen, nachdem eine Ratte einen Kurzschluss in der Schaltanlage verursacht hatte.

Die Katastrophe von Fukushima vor zwei Jahren war das folgenschwerste Atomunglück seit dem Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986. Die Lage in dem Atomkraftwerk im Nordosten Japans gilt seit Dezember 2011 als stabil. Dennoch bleibt die Anlage äusserst anfällig, insbesondere für den Fall eines neuen Erdbebens oder Tsunamis.

SDA/wid

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