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Die gefährlichsten Strassen der Welt

1,2 Millionen Tote pro Jahr: Verkehrsunfälle werden weltweit zu einer der häufigsten Todesursachen. In Entwicklungsländern ist die Rate am höchsten. Besonders ein Land schwingt oben aus.

Bis 2030 dürfte sich die Zahl der Verkehrstoten weltweit verdreifachen: Die Grafik zeigt die Zahl der Todesopfer im Strassenverkehr pro 100'000 Einwohner.
Bis 2030 dürfte sich die Zahl der Verkehrstoten weltweit verdreifachen: Die Grafik zeigt die Zahl der Todesopfer im Strassenverkehr pro 100'000 Einwohner.

Jährlich sterben weltweit 1,2 Millionen Menschen im Strassenverkehr – und die Zahl steigt rasant. Schon 2030 dürfte sie sich verdreifacht haben. Bald werden Verkehrsunfälle Platz fünf der häufigsten Gründe einnehmen, warum Menschen sterben. Damit wird diese Todesursache in Entwicklungsländern sogar HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose überholen. Das schreibt die WHO in einem Bericht zur Strassensicherheit, in dem sie Daten aus allen Ländern der Welt zusammengeträgt.

Am meisten Verkehrstote gibt es demnach in Entwicklungsländern. Arme Regionen tragen zwar nur 50 Prozent zum weltweiten Verkehrsaufkommen bei, verzeichnen aber 90 Prozent der Unfälle. Besonders gefährlich leben die Verkehrsteilnehmer in Afrika: Auf dem Schwarzen Kontinent starben 2010 durchschnittlich 24,1 Personen von 100'000 auf den Strassen.

Fünf Personen auf dem Motorrad

Das weltweit gefährlichste Land war 2010 die Dominikanische Republik mit 41,7 Verkehrstoten auf 100'000 Einwohner. Dort ist es nicht unüblich, dass bis zu fünf Personen – inklusive Babys – auf einem Motorrad sitzen oder Töfffahrer schwere Benzintanks transportieren. Zudem überholen Motorradfahrer mit gefährlichen Manövern unzählige Autos und halten an roten Ampeln nicht an, wie die WHO berichtet. Die Organisation verweist ausserdem auf günstige, aber sicherheitstechnisch mangelhafte Motorräder, die in dem Land weit verbreitet seien.

Dass in der Dominikanischen Republik im internationalen Vergleich tatsächlich am meisten Menschen im Strassenverkehr sterben, muss jedoch gemäss WHO nicht zwingend stimmen: In vielen Ländern würden Unfälle nicht statistisch erfasst.

Drei Viertel der Toten sind Männer

Dagegen ist das Risiko, im Strassenverkehr zu Tode zu kommen, in Europa im weltweiten Vergleich am geringsten. Doch gerade dort sind auch die Unterschiede bezüglich der Todesraten am höchsten. So sterben in ärmeren europäischen Ländern fast dreimal mehr Menschen im Strassenverkehr (18,6 Personen auf 100'000) als in reicheren Ländern (6,3).

Weltweit sterben bei der Hälfte der tödlichen Unfälle Motorradfahrer (23 Prozent), Fussgänger (22 Prozent) und Velofahrer (5 Prozent). 31 Prozent der Toten sind Autofahrer und 19 Prozent nicht genauer definierte Verkehrsteilnehmer. In ärmeren Ländern ist die Zahl der getöteten Fussgänger, Velofahrer und Töfffahrer höher als in reicheren Ländern, wo stattdessen mehr Autofahrer betroffen sind. 59 Prozent der im Strassenverkehr Getöteten sind zudem junge Erwachsene zwischen 15 und 44 Jahren. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Toten sind Männer.

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