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Die Bilder vom Berliner Bankräuber-Tunnel

Von der Tiefgarage in den Tresorraum: In Berlin haben Bankräuber einen 45 Meter langen Tunnel gegraben und 200 Schliessfächer geknackt. Jetzt wurden die Bilder veröffentlicht.

Filmreife Kulisse: Tunnel der Bankräuber in Berlin-Steglitz.
Filmreife Kulisse: Tunnel der Bankräuber in Berlin-Steglitz.
Reuters
Eine Polizistin inspiziert das Werk.
Eine Polizistin inspiziert das Werk.
Reuters
Mit Phantombildern sucht die Polizei nach den Tätern.
Mit Phantombildern sucht die Polizei nach den Tätern.
Reuters
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Nach dem spektakulären Einbruch in eine Berliner Bank fahndet die Berliner Polizei weiter mit Hochdruck nach den Tätern. Bei der Sonderkommission (Soko) «Tunnel» gingen bis Mittwoch rund 50 Hinweise ein, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Doch eine heisse Spur gab es zunächst nicht.

Die Täter hatten einen 45 Meter langen Tunnel von einer Tiefgarage zum Tresorraum der Bank-Filiale im Stadtteil Steglitz gegraben. Zunächst war die Länge des Tunnels mit 30 Metern angegeben worden. Am Wochenende waren sie dann in die Bank eingedrungen und hatten den Inhalt von rund 200 Schliessfächern gestohlen.

Test mit Roboter

Die Tat wurde am vergangenen Montag entdeckt, als die Feuerwehr einen Brand löschte, der offenbar zur Beseitigung von Spuren gelegt worden war. Mit einem Roboter wurde am Dienstagvormittag etwa eine Stunde lang das Innere des Tunnels untersucht. Dabei kam heraus, dass er rund 45 Meter lang und damit viel grösser ist als bisher angenommen. Zuvor war von etwa 30 Metern die Rede gewesen.

Der Roboter-Einsatz diente laut Polizei dem Ziel, sich einen Eindruck zu verschaffen, ob der Tunnel sicher ist. Anschliessend begannen die Experten damit, ihn Meter für Meter auf DNA-Spuren wie Fingerabdrücke zu untersuchen.

Die Kriminaltechniker setzten ihre Arbeit mittlerweile im Tresorraum fort, der nach dem Brand belüftet worden sei, sagte der Sprecher weiter. Inzwischen fanden sie heraus, dass nur ein Drittel der mehr als 1000 Schliessfächer aufgebrochen wurde. Zwei Drittel seien unbeschädigt.

Die Polizei vermutet, dass die Täter von ihrem Vorhaben abliessen, weil etwas Unvorhergesehenes passierte. Die Schadenshöhe ist weiter unklar. Mieter von Schliessfächern werden gebeten, sich bei der Bank zu melden.

Garage gemietet

Eine erste Vermutung der Ermittler hat sich nach Polizeiangaben inzwischen bestätigt: Die Anmietung des durch ein Rolltor abgesperrten Teils der Tiefgarage unter einem benachbarten Ärztehaus, von wo aus der Tunnel gegraben wurde, erfolgte mit gefälschten Papieren. Es liege der Verdacht nahe, dass die Garage eigens für den geplanten Einbruch gemietet wurde.

Durch den separaten Garagenteil blieben die offenbar wochenlangen Grabungsarbeiten der Täter unentdeckt. Vermutlich wurde der Bodenaushub dort in Fahrzeuge verladen und dann - ohne dass es weiter auffiel - abtransportiert.

AFP/sam

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