Zum Hauptinhalt springen

Die Badenixe im Polizeiauto

Mutmassliche Sextäter und Mörder werden nicht gerne gefilmt. Beim Versuch, einen Angeklagten vor den Kameras zu schützen, gab sich die belgische Polizei eine Blösse – im wahrsten Sinne des Wortes.

Sie steigt aus dem Pool, er wird ins Gericht gefahren: Ein Polizist will neugierige Blicke vom Angeklagten fernhalten.
Sie steigt aus dem Pool, er wird ins Gericht gefahren: Ein Polizist will neugierige Blicke vom Angeklagten fernhalten.
Reuters

Belgiens Polizei hat sich am Rande des Prozesses gegen einen mutmasslichen Sextäter und Dreifachmörder blamiert. Um den Angeklagten vor neugierigen Blicken zu schützen, hielt ihm ein Beamter eine Zeitschrift vor das Gesicht – und zwar ausgerechnet ein Männermagazin mit einem vollbusigen Pin-up-Girl auf dem Titel, wie in einer Reihe belgischer Zeitungen nachzulesen und zu sehen war. Die halbnackte Blondine auf dem Titelblatt entsteigt gerade einem Swimmingpool, während der 40 Jahre alte Angeklagte zum Zeitpunkt des Fotos am Dienstag im Polizeiwagen beim Gericht im flämischen Tongern eintraf.

Der Lehrer hatte sich dagegen verwehrt, gefilmt oder fotografiert zu werden. Bei dem Prozess geht es um den Mord an drei jungen Leuten. Der Familienvater war Anfang 2010 angeklagt worden, nachdem er die Taten bei der Polizei gestanden hatte. Demnach hatte er eine 18-Jährige sowie ihren Freund nach einem Nachbarschaftsstreit getötet. Ausserdem gab er den Mord an einer 18-Jährigen im Jahr 2007 zu. Nach Informationen belgischer Medien hat der Mann zudem eine Reihe von Vergewaltigungen und Vergewaltigungsversuchen zugegeben, die aber nicht Teil des jetzigen Prozesses sind.

AFP/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch